Starke eindeutige Webauftritte Dank moderner Top-Level-Domains – so geht´s

Wie wäre es mit einer Domain, die auf .technology, .shop oder .world endet? Dank moderner Top-Level-Domains ist das möglich. Im Interview erklärt Commercial Director Nicole Pfisterer von DomainFactory, warum spezielle Domains einen echten Mehrwert für Unternehmen und deren Nutzer bringen können. Außerdem gibt sie Tipps, wie Unternehmen einen passenden Domainnamen entwickeln können und worauf sie besonders achten sollten.

Eine neue Generation von Domains erobert die Unternehmens- und Onlinewelt

Frau Pfisterer, können Sie kurz erklären, was die neuen Top-Level-Domains sind?

Die neuen generischen Domains, auch ngTLDs genannt, gibt es schon seit 2013 und sind damit gar nicht mehr so neu. Sie haben sich aber mittlerweile voll etabliert und bringen Nutzern oft enorme Branding-Vorteile. Neue gTDLs wurden damals von der ICANN eingeführt, die die Vergabe einmaliger Namen und Adressen im Internet koordiniert. Ziel war es, Seitenbetreibern mehr Auswahlmöglichkeiten zu bieten sowie Innovation und Wettbewerb zu stärken. Zu diesen rund 1.200 ngTLDs gehören zum Beispiel .online, .top, .shop und .blog. Sie eignen sich sowohl für Webseiten von Privatpersonen als auch für Unternehmenswebseiten. Bei DomainFactory haben Sie heute die Wahl zwischen mehr als 200 attraktiven Top-Level-Domains.

Was ist mit bekannten Endungen wie .com oder .de?

Diese Domainendungen der ersten Generation existieren weiterhin und sie sind immer noch sehr beliebt. Über 40 Prozent der registrierten Domains enden mit .com und über 16 Millionen tragen die Endung .de. Jedoch sehe ich einen klaren Trend hin zu individuelleren Top-Level-Domains, welche direkt ausdrücken, was die jeweilige Webseite zu bieten hat. So zeigen Nutzer einer .shop-Domain eindeutig durch die Endung, dass es sich bei dem Angebot um einen Shop handelt. Und Blogger setzen vermehrt auf die spezifische .blog-Domain, welche eindeutig aufzeigt, dass es sich bei dem Angebot um einen Blog handelt.

Warum kann es für Seitenbetreiber attraktiver sein, eine neue Top-Level-Domain zu verwenden?

Weil die klassischen Domainendungen wie .de oder .com so weit verbreitet sind, sind viele Wunschdomains schon vergeben. Mit der Vielfalt an ngTLDs sind ganz neue Namenskombinationen möglich. Und die Internetadressen können wieder kürzer sein: Statt beispielsweise muenchen-travel.de lautet die URL der Landeshauptstadt München nun muenchen.travel. Die Domain wird damit auch zu einem entscheidenden Element der Branding-Strategie. Und das ist nur ein Beispiel von vielen bekannten Marken.

Wie weit verbreitet sind die neuen TLDs?

Schon über 30 Millionen Domains wurden mit den neuen TLDs registriert. Die Top 10 führen .icu, .top, .xyz, .site und .online an. Allein TLD .online wurden weltweit bereits über 1,6 Millionen mal verkauft. Was viele gar nicht wissen: Große Unternehmen wie Google, Audi und Sky haben ihre eigene Domainendung angemeldet: .google, .audi oder .sky. Sie sind vom Nutzen der ngTLDs überzeugt und wollen sich damit als Vorreiter in Sachen Innovation positionieren. Es lohnt sich also, einen Blick auf die neuen Domainendungen zu werfen.

Tipps für den passenden Domainnamen

Wie wähle ich die richtige Domainendung aus?

Das kommt darauf an, welche Inhalte die Website hat und wo der Fokus liegen soll. Es gibt geografische neue Top-Level-Domains wie .koeln, .bayern oder .wien. Sie eignen sich für Unternehmen, die vor allem lokal tätig sind: Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants, Tourismusbetriebe, Stadtmagazine, lokale Dienstleister usw.

Eine zweite Gruppe deckt unterschiedliche Branchen ab, beispielsweise Handel, Versicherungen, Immobilien und Technologie. Bei DomainFactory haben wir jetzt einige interessante weitere Domainendungen im Angebot: Kleinere Geschäfte können ihrer Internetadresse mit .coffee, .fashion oder .coach ein einzigartiges Branding verleihen. Wer im IT-Bereich unterwegs ist, dem stehen .cloud, .digital oder .tech zur Verfügung. International tätige Firmen können Top-Level-Domains wie .global, .group oder .world nutzen.

Gibt es noch mehr Möglichkeiten?

Ja, auch für Bildungsinstitute und Schulen gibt es passende Domainendungen wie .academy, .university oder .education. Wenn Webseitenbetreiber in der URL Ihrer Website eher auf den Inhalt hinweisen wollen, gibt es zum Beispiel .shop, .blog oder .community. Da viele Domains mit diesen neuen TLDs noch verfügbar sind, ist jetzt ein optimaler Zeitpunkt, für Schulen, Universitäten oder Bildungseinrichtungen die Wunschdomain zu registrieren. Nie war die Nachfrage nach Online-Bildungsangeboten größer als zu COVID-Zeiten. Onlineangebote können so auch klar von anderen Angeboten abgegrenzt werden

Worauf sollte ich beim Domainnamen und der TLDs noch achten?

Der Name der Domain und die TLD sollte in erster Linie zu Ihrem Unternehmen und Branche passen, zu Ihrer Marke, zu dem was Sie tun. Er sollte außerdem einprägsam, aber auch leicht auszusprechen und einzutippen sein. Achten Sie dabei auch immer auf bestehende Markenrechte. Bindestriche und Zahlen in der Internetadresse sind eher hinderlich und meist erklärungsbedürftig. Das kann den ersten guten Eindruck mindern. Dagegen helfen manchmal zu Ihrer Tätigkeit passende Keywords im Domainnamen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Domain auch für Ihre E-Mail-Adressen geeignet ist. So können Sie diese gegebenenfalls darauf abstimmen. Eine gebrandete E-Mail-Adresse setzt sich zum Beispiel wie folgt zusammen: Vorname + Nachname@Domainname.TLD

ngTLDs und Suchmaschinen

Heißt das, ich kann mit einer ngTLD das Ranking meiner Website in den Suchmaschinen verbessern?

Nicht direkt, aber durchaus indirekt. Wie Google immer wieder bestätigt hat, behandeln die meisten Suchmaschinen ngTLDs genauso wie andere Top-Level-Domains. Das Ranking einer Website wird also dadurch nicht beeinflusst. Die Keywords in der Internetadresse können jedoch einen indirekten Einfluss auf Ihre Position in den Suchergebnissen und das Klickverhalten der Nutzer haben. Wenn Nutzer nach bestimmten Begriffen bei Google, Bing und Co. suchen und diese dann in der URL sehen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie diese Internetadressen anklicken. Es ist also ein psychologischer Effekt. Durch die höhere Klickrate gelangen mehr Besucher auf Ihre Website und Ihr Ranking verbessert sich langfristig.

Der einfache Weg zur Domainregistrierung 

Was muss ich nun tun, um meine Wunschdomain mit einer neuen Top-Level-Domain zu registrieren?

Das ist ganz einfach: Geben Sie in unserem Domain-Check Ihre Wunschdomain ein und wir zeigen Ihnen, ob die exakte Domain verfügbar ist und welche anderen Varianten möglich sind. Die generischen Top-Level-Domains werden Ihnen natürlich auch angezeigt. Sie können verschiedene Ideen testen, bis Sie die URL gefunden haben, die am besten zu Ihnen passt. Dann einfach die gewünschte Domain auswählen und den Registrierungsprozess abschließen.

Haben Sie zum Abschluss noch einen besonderen Tipp?

Es lohnt sich unter Umständen, mehrere verschiedene Domains für das eigene Unternehmen zu registrieren und diese auch regelmäßig zu verlängern – gerade wenn ein Ausbau der Geschäftsaktivitäten geplant ist. In puncto Markenschutz bietet dies ebenfalls Vorteile. Einige prominente Beispiele haben gezeigt, wie schwierig es sein kann, die gewünschte Domain dem jeweiligen Eigentümer abzukaufen: Microsoft hat 2003 vergessen, die Domain hotmail.co.uk zu erneuern und Apple konnte erst 2012 die Domain apple.co.uk für den britischen Markt zurückgewinnen. Eine strategische, zukunftsorientierte Planung hilft hier weiter.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Pfisterer.

Probieren Sie gleich aus, ob Ihre Wunschdomain mit einer ngTLD verfügbar ist. Hier geht es zum Domain-Check.

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Wolf-Dieter

Über den Autor

Wolf-Dieter

Wolf-Dieter Fiege ist Senior Specialist für Content Marketing und SEO und verantwortlicher Redakteur des DomainFactory Blogs. Er interessiert sich leidenschaftlich für neue Themen aus der IT- Welt und engagiert sich für Open-Source-Communities. Sein Motto: Immer offen für neue Ideen.

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  • Ray Martini
    Ray Martini - 24. August 2020 um 13:34 Uhr

    Ob du im Web besser gefunden wirst ist meist eine Sache wie viel Geld du in Optimierung steckst. Hinzu kommt eine gewisse Willkür von großen Plattformen und natürlich die Macht des Staates. Beide können dich mit einem Klick in die Dunkelheit des Web verbannen.