Tintenkiller

Ungewünschte Inhalte für Kunden aus dem Internet zu entfernen – dieses Ziel hat sich ein Unternehmen gesetzt, welches ihre Dienstleistung für rund 35 € pro Schreiben anbietet. Dazu sendet der Anbieter Formschreiben an z.B. Forenprovider und fordert diese auf, bestimmte Texte oder Seiten zu entfernen.

Zuletzt haben auch wir einige Schreiben dieser Firma erhalten. Darin wurden wir aufgefordert, Inhalte von Kundenwebseiten zu entfernen. Das Ansinnen haben wir zurückgewiesen, da wir als technischer Dienstleister für die nicht offensichtlich rechtswidrigen Inhalte nicht verantwortlich sind. Zudem waren die vorgebrachten Beschwerden zum Teil überhaupt nicht nachvollziehbar oder zutreffend.

Für uns ist das ein lästiger Mehraufwand. Und für den Auftraggeber aufgrund der 35 € ein teurer Spaß. Mit vermutlich geringem Nutzen. Zumindest, wenn man das so pauschal, fehlerhaft und ungenau wie dieser Dienstleister macht. Denn für manche Zwecke (z.B. bei unberechtigten Tatsachenbehauptungen) kann Unterstützung durch einen Fachmann durchaus sinnvoll sein. Wenn das kein Rechtsanwalt sein soll, empfiehlt sich aber zumindest eine genaue Auswahl, um einen seriösen Partner zu finden. Und keinen teuren Formbriefversender.

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

5 Kommentare

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  • Gerald
    Gerald - 27. Mai 2010 um 16:54 Uhr

    Solche Anbieter versuchen eine Marktlücke zu schließen. Rechtsanwälte sind den meisten zu teuer und einige wissen genau daß sie damit bei keinem Gericht durchkommen. Es ist wie beim Schulden eintreiben durch Schlägertrupps -um einen harten Vergleich mal durchzuführen-. Billiger, aber nicht unbedingt legal. Hilft aber manchmal doch (leider).

  • Marc
    Marc - 27. Mai 2010 um 16:56 Uhr

    die Frage ist immer nur, wo findet man einen seriösen Partner, denn auf den 1. Blick sind alle seriös. 🙂

    In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum die Dienstleister (bsw. df) nicht ein Formular (mit dropdown Menü) zur Verfügung stellt, um dem Betroffenen die Möglichkeit zu geben „vorstellig“ zu werden, aber dies für den Dienstleister (bsw. df) mit geringstem Aufwand.
    Denn somit müsste der Betroffene weder Tintenkiller & Co. beauftragen und könnte sich evtl. auch im 1.Schritt den Anwalt ersparen.

  • Gerald
    Gerald - 27. Mai 2010 um 17:33 Uhr

    Naja Marc, ob da ein Formular nützt? Entweder es sind welche die schon beim direkten Anfragen gescheitert sind oder welche die keine Ahnung haben an wen sie sich wenden müssen wenn ihnen was nicht passt oder gegen das Persönlichkeitsrecht verstößt. Leider kommen die wenigsten darauf sich direkt beim Seitenbetreiber zu beschweren oder haben Angst dadurch ihre Anonymität gegenüber ihren „Feind“ aufgeben zu müssen.

  • Laus
    Laus - 27. Mai 2010 um 21:40 Uhr

    Nicht zu vergessen die Masse derer die jede Kleinigkeit, vor allen Dingen aber auch „wahre“ Behauptungen, mal pauschal verbieten möchten, wenn sie in Bezug zu ihrer Person stehen… .
    Die eigene Freiheit hört da auf, wo die der anderen beginnt, jedenfalls solange alles legal ist.

    So ein Blödsinn fürs abmahnen, zu 99% sicher solche Lapalien wie „Der hat gesagt, dass ich dumm bin *wehehehe*!“

  • fooz
    fooz - 31. Mai 2010 um 10:08 Uhr

    Es ist schon echt erstaunlich, wie die meisten Anbieter versuchen Geld zu generieren.