Tipps für Arbeitgeber: Wie Home Office den Unternehmenserfolg sichert

Sie leiten ein kleines bis mittelgroßes Unternehmen und haben Ihren Mitarbeitern noch nie die Möglichkeit geboten, von zu Hause aus zu arbeiten? Dann gehen Ihnen vermutlich jetzt viele Dinge durch den Kopf, wenn Sie aufgrund der Corona-Virus-Krise die Entscheidung erwägen, auch in Ihrem Unternehmen Home Office einzuführen.

Logistisch-organisatorische Überlegungen sind dabei nur ein Aspekt von vielen. Vielleicht befürchten Sie auch, dass Ihre Mitarbeiter zu Hause Netflix-Serien bevorzugen, anstatt sich auf den nächsten wichtigen Termin vorzubereiten?  

Ruhig Blut! Wir haben für Sie eine Reihe von Fakten zusammengetragen, die zeigen, wie sinnvoll und produktiv es sein kann, wenn Sie Ihren Mitarbeitern erlauben, von zu Hause aus zu arbeiten. Darüber hinaus finden Sie hier auch ein paar Best-Practice-Hinweise rund um das Thema Home Office.

Die Vorteile von Home Office: für Sie und Ihre Mitarbeiter

Home Office kann zu einer verstärkten Mitarbeiterbindung führen

Eine Forschungsstudie der Universität Stanford ergab, dass die Fluktuationsrate in dieser Gruppe um 50 Prozent sank, als ein chinesisches Reiseunternehmen einigen seiner Mitarbeiter die Möglichkeit bot, von zu Hause aus zu arbeiten. 

Mitarbeiter im Home Office scheinen weniger zu ermüden

Im selben oben erwähnten Stanford-Experiment nahmen die Mitarbeiter an regelmäßigen psychologischen Studien teil. Diese ergaben, dass die Mitarbeiter im Home Office über geringere Gefühle von „Arbeitserschöpfung“ berichteten als die Kontrollgruppe der Mitarbeiter im Büro. 

Die Arbeit im Home Office kann produktiver sein

Eine Reihe von Studien hat ergeben, dass die Arbeit von zu Hause aus zu einer Steigerung der Produktivität führen kann. Die Global Workspace Survey 2020 der International Workplace Group befragte 15.000 Unternehmensleiter in 100 Ländern nach ihrer Meinung zum Home Office. Die Umfrage ergab, dass 85 Prozent der beteiligten Unternehmen der Meinung waren, dass die Produktivität durch das Ermöglichen von Home Office gestiegen ist.

5 Tipps für eine erfolgreiche Home Office Kultur

Ermöglichen Sie viel Kommunikation 

Richten Sie unterschiedliche Kommunikationskanäle ein. Nutzen Sie nicht nur Telekommunikationstechnologien wie Skype, Zoom und die Team-Messaging-Plattform Slack. 

Etablieren Sie zum Beispiel schnelle Morgenbesprechungen oder ähnliche Formate, um sicherzustellen, dass Sie und Ihr Team den gleichen Informationsstand haben und dass allen die täglichen Ziele klar sind. Verdeutlichen Sie, dass Briefing-Prozesse jetzt erhöhte Sorgfalt erfordern und dass jeder zum Telefon greifen sollte, wenn er das Gefühl hat, dass eine E-Mail oder sonstige Nachricht irgendwo im Kommunikationsprozess missverstanden wurde.

Als Chef wird es Ihnen sehr helfen, Ihrem Team zu versichern, dass es gute Arbeit leistet. Denken Sie daran, dass Ihre Mitarbeiter Sie nicht lächeln sehen können, wenn sie im Home Office ihre Aufgaben erledigen. Geben Sie regelmäßig Feedback und sparen Sie nicht an Lob, wenn es angebracht ist.

Ermuntern Sie zu virtuellem Kontakt

Einer der großen Kritikpunkte am Home Office ist, dass sich manch ein Arbeitnehmer dadurch einsam fühlen könnte. Ein Bericht von Buffer aus dem Jahr 2019 stellt fest, dass sich 19 Prozent der Mitarbeiter im Home Office isoliert fühlten. Doch dank Videokonferenz-Plattformen wie Zoom und Skype ist es für die Kollegen sehr einfach, sich virtuell zu treffen und bei der Arbeit Kontakte zu knüpfen.

Ermuntern Sie als Chef eines Unternehmens dazu, virtuelle Möglichkeiten zur Teambildung zu nutzen, selbst wenn es nur kleine Impulse sind. Da ist vieles möglich, von der Planung eines Frühstückskaffee-Chats am Vormittag bis hin zu einem Live-Zoom-Lunch oder einer virtuellen Pizzaparty. 

Pflegen Sie Ihre Unternehmensidentität

Viele Start-ups und kleinere Unternehmen leben eine spezifische Unternehmenskultur, die sich in vielen Aspekten widerspiegelt, bis hin in die Gestaltung der Räume. Eine solche Kultur sollte auch im Home Office gepflegt werden. Mit Humor geht alles besser – es gibt keinen Grund, dass eine lockere, entspannte Unternehmenskultur vor der Haustüre halt macht. Mit GIFS und spontanen Videos kann man auch visuelle Zeichen der Unternehmensidentität setzen. Ob T-Shirts mit Unternehmenslogo oder betont seriöses Auftreten: Empfehlen Sie Ihrem Team, die bestehende Unternehmenskultur auch im Home Office nicht zu vernachlässigen.

Hüten Sie sich vor Mikromanagement

Im Anschluss an das oben erwähnte Stanford-Experiment mit dem chinesischen Reisebüro gaben Forscher und Experten des Studienteams auf der Grundlage ihrer Ergebnisse den folgenden Rat: Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern ermöglichen, zu Hause zu arbeiten, sollten diesen Mitarbeitern echte Autonomie und Flexibilität gewähren, anstatt zu versuchen, ihre Arbeit aus der Ferne bis ins Kleinste zu managen. Die Gewährung von mehr Autonomie kann die Produktivität der Mitarbeiter tatsächlich steigern.

Vertrauen Sie Ihrem Team

Eine Studie von ACAS kam zu dem Schluss, dass das größte Hindernis für erfolgreiches Arbeiten im Home Office im mangelnden Vertrauen des Managements liegt.

Wie schon erwähnt, kann eine tägliche Morgenbesprechung ausreichen, um sicherzustellen, dass Sie darauf vertrauen können, dass sich Ihr Team auf dem richtigen Weg befindet und nach besten Kräften arbeitet.

Wenn Sie Ziele und Leistung mehr präzisieren wollen, können Sie Ihre Mitarbeiter dazu anhalten, Ihnen am Ende eines jeden Tages eine Zusammenfassung ihrer Leistungen zu zukommen zu lassen. Das bedeutet allerdings auch für Sie selbst mehr Arbeit – und kann schnell als Form des erwähnten Mikromanagements wahrgenommen werden. Vertrauen in Home Office Teams ruht grundsätzlich auf folgenden vier Säulen:

Zuverlässigkeit: Unternehmen können einschätzen, wie sich der Einzelne verhalten wird, und sie können sicher sein, dass die Menschen Fristen und Termine einhalten.

Durchgängigkeit: Die Teammitglieder genießen Respekt, die Prozesse werden konsistent angewendet, und Protokolle stehen allen zur Verfügung.

Kongruenz: Wahrnehmung und Realität stimmen überein. Die Dinge sind das, was sie scheinen, und die Teammitglieder belegen Worte mit Taten.

Gegenseitigkeit: Teams haben eine „alle für einen und einer für alle“-Haltung. Der Einzelne hat Erfolg, weil das Team erfolgreich ist“.

Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

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