TYPO3 oder WordPress für Ihr Projekt: Vor- und Nachteile im Vergleich

Rund ein Drittel aller Websites verwendet das Content-Management-System (CMS) WordPress. WordPress wurde ursprünglich für Blogs entwickelt. Es eignet sich allerdings aufgrund zahlreicher guter Erweiterungen und Erweiterungsoptionen ebenfalls für Business-Websites und Onlineshops. TYPO3 wurde von Anfang an als Enterprise-CMS entwickelt.
Unternehmen wie The Walt Disney Company, Toyota Motors Brasil und Sony Music Entertainment nutzen WordPress. Konzerne wie Grundig, Tui und Mercedes-Benz arbeiten mit Typo3.
Beide CMS haben ihre Vorteile. Unser Vergleich hilft bei der Entscheidung, ob Sie Ihr Projekt besser mit TYPO3 oder WordPress realisieren.

TYPO3 oder WordPress: Merkmale im Überblick

 TYPO3WordPress

 Bedienung, Pflege &
 Wartung
  • aufwendiger

  • erfordert
    Fachkenntnisse
  • nach kurzer
    Einarbeitungszeit
    auch für Laien
    machbar
 Kosten für Einrichtung,
 Änderungen & Updates
  • hochpreisig, da
    meist ein Profi
    beauftragt
    werden muss
  • günstiger, da viele
    Aufgaben intern
    übernommen
    werden können
 Erweiterbarkeit
  • hochgradig
    individualisierbar
  • an spezielle
    Anforderungen
    anpassbar
  • weniger
    individualisierbar
  • riesige Auswahl
    fertiger
    Erweiterungen
    erhältlich
 Sicherheit
  • sehr sicher
  • weniger
    verbreitet, daher
    seltener Hacker-
    Angriffsziel
  • anfälliger für
    Hacker-Angriffe
    aufgrund der
    hohen
    Verbreitung und
    der vielen
    Tausend
    Erweiterungen
    mit möglichen
    Sicherheitslücken
  • Sicherheitsrisiko
    wächst mit der
    Anzahl der
    verwendeten
    Plug-ins
 Hohe Datenlasten
  • für hohe
    Datenlasten
    ausgelegt
  • kann bei
    Verwendung
    vieler Plug-ins
    abstürzen und
    Probleme mit
    hohen
    Datenlasten
    haben
 Suchmaschinenoptimierung
  • Maßnahmen für
    ein besseres
    Ranking in
    Suchmaschinen
    sind aufwendiger
  • Inhalte werden
    für
    Suchmaschinen
    optimiert
    aufbereitet

Aufwand für Bedienung, Pflege & Wartung: Punkt für WordPress

WordPress hat eine steile Lernkurve, die Einarbeitung gelingt schnell. Für kleine Firmen eignet sich WordPress häufig besser, da Mitarbeiter viele Aufgaben übernehmen können. WordPress lässt sich ohne Programmierkenntnisse professionell bedienen.

Betrieb, Pflege und Wartung von Websites auf Basis von TYPO3 sind wesentlich aufwendiger. Die Einarbeitung bedarf mehrerer Tage. Selbst kleine Änderungen erfordern meist Programmierkenntnisse in der TYPO3-Sprache typoscript. Wer eine TYPO3-Website administriert, sollte die Programmiersprache typoscript möglichst gut beherrschen. In der Regel betreuen Profis die TYPO3-Websites.

Kosten für Änderungen und Updates: Punkt für WordPress

Updates sind bei WordPress mit wenigen Klicks installiert. Der Administrator braucht dafür keine speziellen Kenntnisse.

Bei TYPO3 gehen Anpassungen und Aktualisierungen schnell mit hohen Kosten einher. Meist muss dann der externe Dienstleister beauftragt werden.

Erweiterbarkeit für Enterprise-Anforderungen: Punkt für Typo3

Erweiterungen heißen bei WordPress „Plug-ins“ und bei TYPO3 „Extensions“.

Für mittlere und große Unternehmen muss das CMS sehr individuell an die jeweiligen Bedürfnisse anpassbar sein. Die offene Architektur von TYPO3 ermöglicht die Einbindung anspruchsvoller Shopsysteme und von ERP-Applikationen wie SAP. TYPO3 eignet sich gut für die Verarbeitung großer Datenmengen, es ist hochgradig skalier- und erweiterbar.

Für WordPress gibt es eine riesige Anzahl kostenloser und kostenpflichtiger Plug-ins. Kleine Firmen finden kostenlose Lösungen zu diversen Anforderungen, mittlere und große Unternehmen können den größeren Funktionsumfang kostenpflichtiger Pro-Versionen nutzen.

In puncto Erweiterbarkeit für individuelle Lösungen hat TYPO3 allerdings die Nase vorn.

Sicherheit der Daten: Punkt für Typo3

TYPO3 integriert die robusteren Sicherheitsvorkehrungen und gilt als sicherer. Die in der Vergangenheit wesentlich geringere Zahl erfolgreicher Hackerangriffe hat jedoch auch mit der viel größeren Beliebtheit von WordPress zu tun; WordPress-Websites werden häufiger angegriffen. Der weltweite Marktanteil von TYPO3 ist zwar gering, in Deutschland hat das CMS jedoch eine große Fangemeinde.

TYPO3 oder WordPress: die Empfehlung

Für kleine Firmen mit geringem Budget ist WordPress die kostengünstigere Alternative mit umfangreichen Funktionen. Die signifikante Kostenersparnis gilt dabei auch teilweise für große Unternehmen als ausschlaggebender Faktor. Bei Verwendung weniger professioneller Erweiterungen und ständiger Aktualisierung aller Komponenten zählt WordPress ebenfalls als sicher.

Entscheider sollten aktuelle Anforderungen exakt spezifizieren und die Umsetzbarkeit mit TYPO3 oder WordPress vergleichen. Bei ausreichendem Budget sowie dem Bedarf einer individuellen und einzigartigen Website wird häufig TYPO3 die bessere Wahl sein. TYPO3 ermöglicht die Entwicklung zuverlässiger und sicherer Enterprise-Websites.

Fazit: TYPO3 oder WordPress?

Im Vergleich zum einfacher zu bedienenden CMS WordPress bietet TYPO3 Vorteile für komplexe Projekte, mit denen Website-Betreiber wirklich aus der Masse herausstechen. TYPO3 ist für viele mittlere und große Unternehmen aufgrund der Flexibilität, Möglichkeit zur Einbindung externer Anwendungen und Sicherheit die bessere Lösung. Es ist das Enterprise-CMS der Wahl, die Erweiterungsschnittstellen eröffnen sämtliche denkbaren Einsatzmöglichkeiten. WordPress überzeugt mit seinem riesigen Funktionsumfang, Sie sollten die eigenen Anforderungen mit den vorhandenen Funktionen abgleichen. Unter Umständen lässt sich die Website mit WordPress wesentlich günstiger realisieren.

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1 Kommentar

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  • Christian Hackl
    Christian Hackl - 6. August 2019 um 21:45 Uhr

    Hallo,

    ich würde das Fazit umschreiben – „WordPress überzeugt mit seinem riesigen Funktionsumfang, …“ zu „WordPress überzeugt mit seinem riesigen Pluginumfang, …“, denn ich denke WordPress alleine gegen TYPO3 alleine, kann WP quasi nichts. Erst durch die sehr sehr vielen Plugins wird es Konkurrenzfähig mit TYPO3, wenn es um den mitgelieferten out of the box Funktionsumfang geht.

    Auch mit dem Punkt „Suchmaschinenoptimierung“ bin ich nicht ganz einverstanden – den die Wortwahl impliziert, das SEO bei WP automatisch passiert, was aber genauso wenig wie bei TYPO3 der Fall ist. Bei beiden Systemen entscheidet nach wie vor das eingesetzte Plugin/Extensions PLUS den Eingaben des Contentpflegers / Redakteurs über die SEO Fähigkeit.

    Außerdem vermisse ich etwas den Punkt Codequalität – der dürfte bei TYPO3 insgesamt also inklusive Plugins/Extensions besser ausfallen, da TYPO3 hier im Normalfall striktere Vorgaben macht.

    Ansonsten denke ich stimme ich zu, WP ist deutlich einfacher für jemanden der nichts bzw. vergleichbar wenig von Code versteht oder sich damit beschäftigen möchte – leider resultiert das meiner Erfahrung nach meistens auch in entsprechendem Code. Wobei es sicherlich auch Ausnahmen gibt 🙂
    Ob diese Ausnahmen dann allerdings schneller als mit TYPO3 umgesetzt sind … hmm… 😉
    Nicht zu vergessen die ganzen fertigen „Themes“ für WP – da hätte TYPO3 wohl etwas Nachholbedarf, ich fürchte aber das entsprechende User nicht die Zielgruppe für die TYPO3 Entwickler sind.

    So richtig Interessant wird es sowieso erst wenn so Systeme wie Strapi mal „fertig“ sind und dann (denke ich) auch häufiger zum Einsatz kommen xD

    Viele Grüße