Unser Azubi ist fertig! :)

Vor ziemlich genau drei Jahren hatten wir in diesem Blogbeitrag darüber berichtet, dass wir unseren ersten Azubi als „Fachinformatiker Systemintegration“ ausbilden werden. Nun, da drei Jahre vergangen sind, hat sich für unseren Azubi einiges getan: Er ist jetzt nämlich kein Azubi mehr.

Herzlichen Glückwunsch

Unseren ganz herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Abschlussprüfung, Joshi!
Was in den drei Jahren so alles passiert ist, berichtet Joshi selbst in diesem schönen Beitrag:

Bericht von Joshi

Ich habe meine Ausbildung am 1.9.2011 als Fachinformatiker im Bereich der Systemintegration bei der domainfactory GmbH in Ismaning begonnen. Anfangs war ich – 16 Jahre jung – noch sehr schüchtern und das Arbeitsleben war für mich total fremd, weil ich direkt aus der Realschule kam.

Als im am ersten Tag reinkam, durfte ich mir meinen Arbeitsplatz erstmal selbst aufbauen. Alles was ich brauchte, lag eingepackt auf meinem Schreibtisch. Dann habe ich mich schüchtern an meinen Platz gesetzt und mir meinen Firefox und alles eingerichtet.

Danach ging es einige Wochen ziemlich schleppend: Ich musste mich erst einmal einarbeiten und dafür recht trockenen Stoff durcharbeiten. Das war die schwierigste Zeit meiner Ausbildung. Doch nach dieser Phase hatte ich immer was zu tun und langweilig war mir nie.

Ich durfte PCs zerlegen und wieder zusammenbauen, Software installieren, mir alle Produkte von domainFACTORY anschauen und testen. Oft hab ich auch technischere Aufgaben bekommen wie z.B. einen Taschenrechner als Shell Skript zu schreiben oder eine kleine <html> Seite basteln und auf einem selbst installierten Apache2 veröffentlichen.

Mithilfe solcher einfachen Aufgaben, die ich fast immer im Alleingang gelöst habe, konnte ich mir technisches Grundwissen aneignen, welches eine solide Basis für meine Zukunft seine sollte.

Neben der Technik war ich auch noch in anderen Abteilungen, wie z.B. der Supportabteilung.
Im Support lernte ich unter der Fuchtel von Roland die Kundenkommunikation und einige Abläufe der Firma. Außerdem lernte ich dort die große Kunst des Kickerns.

Nachdem ich im Support war, kam ich für eine Woche in die Vertragsabteilung.
Das war nichts für mich. Den ganzen Tag Verträge prüfen und Kunden schreiben, ob‘s gepasst hat oder ob sie den Vertrag nochmal schicken müssen…

Nach der Supportabteilung war ich in einer sehr spannenden Abteilung, und zwar Platform:
Platform ist unter anderem für die Netzwerk-Sicherheit bei dF verantwortlich und eine Abteilung mit sehr komplexen Aufgaben. Dort habe ich viel über das gesamte Server-Setup von dF, sowie die Backup-Mechanismen gelernt. Für so viele Server regelmäßig ein Backup machen ist schon eine Herausforderung, welche Platform aber meistert. Dort habe ich auch etwas Perl gelernt und ein kleines Perl Skript für die JiffyBox API geschrieben.

Ein auch sehr spannender Teil meiner Ausbildung war in unserem Rechenzentrum. Dort durfte ich richtig Hand anlegen: Ich habe dort die gesamte Netzwerkstruktur und alle Server von domainFACTORY gesehen und es war sehr eindrucksvoll.
Aber ich war ja nicht nur zum Schauen dort. Ich habe Server zusammengebaut, sehr viel über Hardware und Software gelernt, BIOS Updates durchgeführt und stand vor vielen technischen Herausforderungen.
Die Arbeit im Rechenzentrum war anspruchsvoll und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Abgeschlossen habe ich meine Ausbildung dann mit einem für Fachinformatiker üblichen Projekt. Es trug den Titel:

Erstellung von einem Web/Mailservers auf Linux-Basis mit PHP, SQL-Datenbankserver mit Administrationsoberfläche, FTP-Server, DNS-Server, SMTP-Server mit Spamfilter, Virenscanner und Blacklisting, IMAP/POP3-Server, eine Backuplösung und Monitoring.

Das Projekt habe ich auf einem selbstinstallierten Gentoo durchgeführt und alle Dienste wurden selbst kompiliert. Auf Paketmanager wie apt-get, aptitude, yum… habe ich komplett verzichtet.

Das Projekt habe ich am 15.7.14 in München der IHK vorgestellt und nach einigen Fragen dazu und zu anderen technischen Angelegenheiten, darf ich mich nun endlich

 Fachinformatiker im Bereich der Systemintegration

nennen.

Zusammenarbeit

Und wie schön, dass Du uns nun als Systemadministrator erhalten bleibst! 🙂

Joshi, unser erster Azubi :)

Joshi, unser erster Azubi 🙂

Die ganze Ausbildung wäre natürlich nicht möglich gewesen ohne unsere Ausbilder, die dafür sorgen, dass sie die Ausbildung erfolgreich abschließen und sich in die Berufswelt integrieren.

Eine schöne Zusammenfassung dazu hat einer unserer Ausbilder, Roland Witte, verfasst:

Bericht von Roland Witte, Ausbilder von Joshi

Nachdem bei dF beschlossen wurde, dass eine Ausbildung in einem bestimmten Berufsbild durchgeführt wird, erfolgt die Suche nach einem geeigneten Bewerber und die Planung der Ausbildung durch den Ausbilder und die Ausbildungsbeauftragten der verschiedenen Abteilungen.

Während der Ausbildung wird ein Azubi in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. Dabei lernt dieser die von der IHK gemäß Ausbildungsordnung und Ausbildungsrahmenplan zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten für das gewählte Berufsbild.

Am Anfang der Ausbildung, dem Einstieg in das Berufsleben, ist erst einmal alles komplett neu. In den ersten Tagen und Wochen erhält ein Azubi einen Einblick in die neue Umgebung, lernt neue Menschen kennen und entwickelt durch die vorgegebenen Arbeitszeiten und Abläufe einen neuen Rhythmus.

Nach und nach wird der Azubi vertrauter mit den neuen Gegebenheiten und wird die ersten kleineren Arbeiten selbstständig erledigen. Bis zum Abschluss der Ausbildung kann der Azubi dann vollständig in dem erlernten Beruf arbeiten. Ein Ziel ist es, den Azubi auch nach der Ausbildung weiterhin zu beschäftigen.

Eine Ausbildung kann auch Inhalte enthalten, welche womöglich etwas schwieriger sind, oder einem einfach noch nicht so gut liegen. Für etwas Abwechslung kann dann zum Beispiel ein Kicker-Match dienen. Da aber nicht jeder Azubi von Haus aus mit einem Kicker-Gerät vertraut ist, muss ein Umgang damit natürlich ebenfalls erlernt werden. Wie sich gezeigt hat kommt Kickern im allgemeinen sehr gut an und viel Spaß dabei auf. Ein weiterer Vorteil ist, dass man dabei Kollegen von einer anderen Seite kennenlernt und ein Austausch auf einer anderen Ebene möglich ist.

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Anna Philipp

Über den Autor

Anna Philipp

Anna arbeitet seit 2006 bei DomainFactory. Als Social Media und Content Manager vertritt sie DF in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Googleplus und natürlich im DF-Blog). In ihrer Freizeit findet man Anna - sofern sie mal nicht online ist - höchstwahrscheinlich zwischen Rührschüsseln und Schneebesen am Backofen.

7 Kommentare

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  • Dennis
    Dennis - 27. August 2014 um 08:52 Uhr

    Herzlichen Glückwunsch Joshi! Willkommen im Kreis der Informatiker und Dauer Kaffee Trinker.

    Cool wäre gewesen, wenn du geschrieben hättest welche Software du genau bei deinem Gentoo Server verwendest hast, aber das hätte wohl den Rahmen gesprengt. 🙂

    Grüße
    Dennis

  • Joshi
    Joshi - 27. August 2014 um 09:05 Uhr

    Hallo Dennis,

    Ich hab folgende Software verwendet:
    BIND9, Dovecot,Exim, Apache2, MySQL, PHPmyAdmim, Proftpd und Nagios
    für mein Backup hab ich ein einfaches Shell Skript als Cronjob verwendet.

    Zu dem Kreis der Dauer Kaffee Trinker zähl ich mich schon seit dem Beginn meiner Ausbildung 😉

    Viele Grüße,

    Joshi

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 27. August 2014 um 13:20 Uhr

    Ich möchte dem Gerücht entgegen wirken, dass man sich als Informatiker von Kaffee ernähren muss! Es geht auch völlig ohne 😉

  • moinsen
    moinsen - 27. August 2014 um 13:34 Uhr

    klar gehts ohne. Aber das mit dem Speed sehen Arbeitgeber meist ungern 😉

  • Anna
    Anna - 27. August 2014 um 14:06 Uhr

    @moinsen – der war gut 😀

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 27. August 2014 um 16:57 Uhr

    Vielleicht hätte ich „Es geht auch völlig ohne jegliche Aufputschmittel wie Kaffee, Energy-Drinks oder sonstige härtere Mittel“ schreiben sollen :-p

  • Andreas
    Andreas - 28. August 2014 um 17:44 Uhr

    Ich schließe mich Nils Dornblut an, ich komme auch problemlos komplett ohne Aufputscher aus.