Vergessen Sie Google. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Seitenbesucher!

Viele Maßnahmen aus dem klassischen SEO sind manipulativ und daher nicht im Interesse von Google. Conversion-Optimierung sorgt mittlerweile viel eher als SEO für gute Rankings und ist damit so etwas wie das neue SEO. Argumente? Viele Argumente dafür, dass Conversion-Optimierung klassisches SEO verdrängt, liefert ein ConversionBoosting Webinar. Dasselbe macht dieser Artikel. Und beide verraten auch, wie man auf diese Entwicklung am besten reagiert.

Conversion-Optimierung Neues SEO

Conversion-Optimierung ist das neue SEO. Das ist eine Aussage, die man häufiger auf ConversionBoosting liest. Aber es ist erst einmal nur eine Aussage, die richtig oder falsch sein kann. Warum sie richtig ist, lässt sich aber gut begründen. ConversionBoosting hat diese Begründung beispielsweise im Webinar „Conversion-Optimierung ist das neue SEO“ geliefert.

Das Webinar zeigt die Eigeninteressen von Google auf und warum klassische SEO-Maßnahmen diesen Intentionen zuwiderlaufen, also nicht im Sinne von Google sind, während Conversion-Optimierung nicht alleine Seitenbetreiber zufriedenstellt, sondern darüber hinaus Seitenbesucher und … letztlich auch Google.

Die Google Suchmaschine: nicht zuletzt für Google wichtig!

Für den Umsatz von Google ist die Suchmaschine noch immer ein entscheidender Faktor. Das zeigen Google Umsatzzahlen für 2015. Damals lag der Umsatz bei ca. 74 Milliarden US-Dollar, wobei der Werbeumsatz 67 Milliarden US-Dollar erreicht hat. Bei 51 Milliarden US-Dollar lag damals der Google Adwords Anteil.

Google Umsatz

Umgerechnet wurden also etwa 69% des Gesamtumsatzes durch Google Adwords erwirtschaftet und hängen dadurch in hohem Maß mit der Suchmaschine zusammen. Die Attraktivität der Suchmaschine für Nutzer zu erhalten, ist damit immens wichtig für Googles Geschäftserfolg. Zum Glück muss sich der Suchmaschinenriese da bisher nur wenig Sorgen machen. Googles Suchmaschine ist in zahlreichen Ländern mit großem Abstand Marktführer. Aber warum? Was hat Google, was andere nicht haben?

Google war nicht immer Platzhirsch

Dass Google der Platzhirsch ist, war nicht immer so. Im Jahr 2000 lag der Marktanteil Googles (in Deutschland) erst bei 5%. Stärker waren damals Altavista mit 10% und Yahoo mit 26%. Bereits 2005 hatte sich der Markt aber komplett verändert. Nun hatte Google einen Marktanteil von 48,8%, während Yahoo (inklusive des mittlerweile gekauften Altavista) auf 21% und MSN (Microsoft) auf 10% kam.

Noch viel extremer war es 2015: Google kam in Deutschland auf einen Marktanteil von 92% Marktanteil. Bing hatte 2,6% und Yahoo 2,1%. Bleibt noch immer die Frage: Warum? Was macht den Erfolg von Google aus?

Google hat die Suche nachhaltig verändert

Das Erfolgsgeheimnis von Google heißt „Relevanz“. Google liefert seinen Nutzern relevantere Suchergebnisse als die Konkurrenz, weil Google die Suche nachhaltig verändert hat. Vor Google waren Meta-Keywords, Title-Tags und Schlüsselwörter im Text die wichtigsten Ranking-Kriterien.

Viele Suchmaschinen funktionierten damals zudem als Kataloge, in die Websites manuell eingetragen wurden. Und die damaligen Ranking-Kriterien waren einfach manipulierbar, sodass nicht unbedingt diejenigen Websites vorne landen, die die Suche des Google-Nutzers am besten bedienen, sondern diejenigen, die besonders klug manipuliert haben.

Google hat damals die Verlinkung als Ranking-Faktor und damit den Grundsatz „Was verlinkt wird,ist relevant!“ ins Spiel gebracht. Verlinkung war weniger leicht manipulierbar und hat zunächst im Vergleich mit der Konkurrenz für deutlich verbesserte Suchergebnisse geführt. Aber natürlich sind auch Links als Ranking-Faktor kein völliger Schutz vor Manipulation.

Mit der Zeit kamen Linkkauf, Linkmiete und Linkfarmen in Mode: als SEO-Maßnahmen, die wiederum eine Relevanz von Seiten vortäuschten, die unter Umständen gar nicht gegeben war. In der Folgezeit hat Google aber weiter darauf reagiert und Updates wie Hummingbird und Penguin eingeführt, sodass Manipulationen nun immer schlechter funktionieren und damit Suchergebnislisten immer besser dem entsprechen, was die Suchmaschinennutzer wirklich suchen.

The User comes first

„The User comes first. Everything else follows“ ist ein Leitsatz von Google und gibt die Richtung vor, in der sich der Suchmaschinenriese bewegt. Dass Google dabei schon weit fortgeschritten ist, zeigt beispielsweise eine Searchmetrics Studie. Searchmetrics prüft regelmäßig die Rankingfaktoren bei den Seiten, die bei Suchanfragen in den Top30 ranken. Ein Ergebnis der im Webinar zitierten Studie: User Experience (2+) ist das relevanteste von 28 geprüften Kriterien. Fast ebenso wichtig ist die durchschnittliche Zeit, die Besucher auf der Website verbringen.

Damit steigt auch die Bedeutung anderer Key Performance Indicators (KPI) als noch vor einigen Jahren: Gemeint sind KPI wie die Absprungrate und die Conversion-Rate. Und das sind genau die
KPI, die durch Conversion-Optimierung verändert werden. Maßnahmen zur Conversion-Optimierung verbessern deshalb zugleich das Ranking auf Google. Conversion-Optimierung ist SEO.

Bounce rate word cloud

Klassische SEO-Maßnahmen wie das Einpflegen von Keywords in Texte verlieren dagegen an Bedeutung. Das bedeutet jedoch nicht, dass nun alle klassischen Kriterien obsolet sind. Auf einen
schlanken HTML-Code und eine gute Verlinkung hinzuarbeiten, ist weiterhin wichtig. Aber Conversion-Optimierung kann entscheidend dazu beitragen, die eigene Website auf Platz 1 statt auf Platz 9 in der Suchergebnisliste ranken zu lassen. Und die Besucherzahlen, die Seiten auf Platz 1 erreichen, und diejenigen, die man auf Platz 9 erzielt, unterscheiden sich deutlich.

SEO wird Conversion-Optimierung: neue Strategien.

Wie geht man damit um, wenn klassisches SEO zunehmend der Conversion-Optimierung weicht? Man stellt konsequent den potenziellen Besucher der Website statt der Suchmaschine in den Vordergrund. Man optimiert für ihn und nicht für Google und das auch deshalb, weil die Optimierung für ihn automatisch eine Optimierung für Google ist.

Weine Suchergebnis

Optimieren sollte man bereits das Snippet, das die Website auf der Suchergebnisliste kurz vorstellt. Es soll dem Suchenden bereits verdeutlichen, dass die Seite das bietet, was er sucht. Die Klick-through- Rate bei den Suchergebnissen ist nämlich für Google bereits ein wichtiges Rankingkriterium. Empfangen sollte man Besucher anschließend nicht mit einer zu textlastigen Seite. Above the Fold sind Elemente wie Bullet-Point- Listen, Überschriften und Bilder im Vergleich zu Fließtext oft die bessere Wahl.

„Erst den Nutzer auffangen, dann informieren“, lautet der Grundsatz für die Seiten, die mit der Suchergebnisliste verlinkt sind. Und Fließtexte sind oft besser weiter unten auf der Seite aufgehoben. Allerdings ist nicht nur ihre Platzierung wichtig. Die Texte sollten auch relevanten Inhalt besitzen und für eine gute Lesbarkeit formatiert und gestaltet sein. Wer beispielsweise auf einer Seite zum Schrankkauf einen Text mit Aussagen wie „In einem Schrank können Sie gut Sachen aufbewahren.“ platziert, liefert eher keine relevanten Inhalte.

Und wer komplett auf Zwischenüberschriften, ausreichenden Zeilenabstand und eine ausreichende Schriftgröße sowie auf Hervorhebungen und Bullet-Point- Listen verzichtet, vernachlässigt die Lesbarkeit und trägt nichts zu einer Seite bei, die auf Google langfristig erfolgreich ist und eine hohe Conversion-Rate erzielt. Genau solch eine Seite muss aber das Ziel der Zukunft sein. Sie sorgt für eine Win/Win Situation, von der Google, Seitennutzer und Seitenbetreiber profitieren.

Wenn Sie sich mit Conversion-Optimierung weiter beschäftigen wollen, empfehlen wir Ihnen die kostenlose Wissensdatenbank von ConversionBoosting. Diese erreichen Sie unter:
http://conversionboosting.com/know/wissensdatenbank/

Jörg Dennis Krüger (Gastautor)

Über den Autor

Jörg Dennis Krüger (Gastautor)

ist einer der Pioniere der Conversion-Optimierung in Deutschland und Autordes Bestseller-Buches „Conversion Boosting mit Website-Testing“. Bevor er das Unternehmen ConversionBoosting gründete, war er u.a. Leiter derAbteilung Conversion Optimierung beim Performance-Marketing-Netzwerk QUISMA, Abteilungsleiter Websites beim Autovermieter Sixt und Abteilungsleiter Performance-Marketing beim Freizeitmarktplatz Regiondo.

2 Kommentare


  • Ferienwohnung Duhnen
    Ferienwohnung Duhnen - 16. April 2017 um 16:49

    Für mich ist das Snippet ein sehr wichtiges Tool. Ferienwohnungen werden viele in Cuxhaven vermietet. Die wenigsten Internetseiten schmücken sich aber mit den Snippets, obwohl die möglichen Sternchen ein Eyecatcher sind.

  • Mona
    Mona - 21. April 2017 um 14:02

    Natürlich ist die Conversion eine der wichtigsten Kennzahlen, allerdings gehörten dazu ja noch zahlreiche andere Aspekte und Kennzahlen, wie die Absprungrate, die Bouncrate, Exitrate und auch der Bestellwert pro Besucher ist extrem relevant und von Neukunden zu Bestandskunden häufig sehr unterschiedlich.
    Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Conversion-Optimierung ist der Clickpfad, unter https://www.seoagentur.de/lexikon/click-path/, denn je kürzer dieser ist, also je schnelle der Interessent beim gesuchten Produkt landet, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der kauft. Grundsätzlich sollte der Pfad am besten nie länger als vier Klicks sein. Je länger der Pfad ist, desto größer der Rückgang der Conversion-Rate