Warum externe Domains was kosten

Von Zeit zu Zeit erreicht uns die Frage, weshalb wir für direkt bei uns erhältliche Domainnamen eine Gebühr berechnen, falls diese über einen anderen Provider registriert sind und „nur“mit dem bei uns gehosteten Webspace genutzt werden sollen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. „Kostengründe“: Mehr Domains – mehr Nutzung – mehr Kosten für uns. Was vielleicht nicht immer zutrifft (geparkte Domains, etc.), stimmt im Durchschnitt und in der Regel eben schon. Das ist nur natürlich – muss aber bei der Kalkulation berücksichtigt werden. Um nun nicht jeden Kunden von vorne herein mit den Kosten für diese höhere Nutzung zu belasten (und damit über höhere Tarifpreise unsere Marktchancen zu verringern), ist im Domainpreis auch ein kalkulierter Anteil für die Mehrnutzung von Hostingleistungen (inkl. E-Mail usw.) berücksichtigt. Würde jetzt eine externe Domain kostenfrei bei uns genutzt werden können, würde uns dieser kalkulierte Kostenanteil fehlen – und alle Kunden müssten diesen auf lange Sicht mitfinanzieren. Das wäre weder sinnvoll noch fair, weshalb wir auch für nicht bei uns registrierte aber genutzte Domains die entsprechenden Kosten in Rechnung stellen müssen.
  2. „Marktgründe“: Mehr Domains – mehr Marktrelevanz. Würden Kunden massenhaft ihre Domains nicht bei uns einkaufen, würde unsere Marktgewichtung sinken. Denn für die Größe und Bedeutung eines Providers ist es eben auch relevant, wie viele Domainnamen man direkt für Kunden verwaltet. Es wäre daher langfristig für uns und unsere Kunden von Nachteil, wenn Domains im größeren Stil zwar bei uns genutzt aber eben nicht registriert werden würden. Auch dieser Aspekt spielt bei dem Preis für „externe Domains“ eine Rolle.
  3. „Preisgründe“: Günstige Preise für alle Kunden – das setzt hohe Domainregistrierungsvolumina voraus. Denn der Aufwand für die Akkreditierung, Einbindung, Pflege und Aktualisierung jeder einzelnen registrierbaren Top-Level-Domain (z.B. .de) ist enorm hoch. Nur durch viele bei uns direkt registrierte Domainnamen können wir also überhaupt erst wirtschaftlich als Domainregistrar arbeiten und günstige Preise garantieren. Durch externe Domains sinkt hingegen das Volumen der bei uns direkt gehosteten Domains. Das erhöht die Kosten je vebleibender Domain – und irgendwann deren Preis. Dadurch würde eine Spirale in Gang gesetzt werden („höherer Preis – Kunden suchen Alternative“, usw.), die kein gutes Ende hätte. Auch aus diesem Grund hat die nicht kostenfreie Nutzung von externen Domains bei uns eine legitime Berechtigung.

Fazit: Die Gebühren für „externe Domains“ dienen nicht zusätzlichen Einnahmen, sondern sind fast schon Existenzabsicherung. Denn die Folgen von kostenfreien oder sehr günstigen einbindbaren, nicht bei uns gehoseten Domainnamen wären vielseitig und gravierend. Und da unsere Domainpreise sich durchaus sehen lassen können (aktueller Stand z.B.: .info 0,45 €*, .de 0,55 €, .eu 0,95 €), spricht in der Regel auch nichts gegen einen Umzug zu uns. Und falls im Einzelfall doch, ist dann die Nutzung über externe Domains eine faire Lösung für alle Beteiligten. Bei größeren Stückzahlen (z.B. weil ein Konzern alle Domains selbst zentral verwaltet)  natürlich auch zu individuellen Konditionen.

Übrigens: Die Nutzung von nicht bei uns registrierbaren externen Domains ist deutlich günstiger als die Einbindung von an sich über uns erhältlichen Domainnamen. Denn während bei sowieso nicht von uns angebotenen Domains nur die zu berücksichtigen Mehrkosten (Punkt 1.) relevant sind, spielen bei allen direkt bei uns erhältlichen Domains eben alle drei Gründe eine Rolle. Wie groß diese sind, lässt sich an dem Kostenunterschied erahnen.

*) Monatspreis inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Abrechnungszeitraum 1 Jahr. Mindestlaufzeit 1 Jahr.

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

12 Kommentare

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  • Florian König-Heidinger
    Florian König-Heidinger - 25. September 2009 um 10:15 Uhr

    Hi,

    ich finde es super, dass externe Domains genutzt werden können. Das bietet nicht jeder Provider an… Und der Support des anderen Provider wollte gar nicht verstehen, warum man Firmen-Domains zentral verwalten will 🙁

    Meine Domains sind auch alle zentral verwaltet … und zwar bei dF. Da fühlen sie sich wohl. 😉

    Schöne Grüße,
    Florian König-Heidinger

  • Tobia Sara
    Tobia Sara - 25. September 2009 um 10:22 Uhr

    Herzlichen Dank! 🙂

  • Jens
    Jens - 13. Oktober 2009 um 13:03 Uhr

    Bin durch @domainfactory auf diese Sache aufmerksam geworden. Tolle Sache. 🙂

    Zu den Punkten 2) und 3):
    Ich hätte ja gerne meine Domain direkt bei df registriert – aber die wird ja leider nicht angeboten. Okay, .is ist etwas exotisch, aber immerhin europäisch und ggf. bald EU. 😉

    Ansonsten versuche ich schon alle meine Domains bei df zu hosten – und werde wohl demnächst mal versuchen eine wo anders liegende .com zu transferieren. Habe ja nix gegen eine stärkere Marktmacht von df.

  • root-server
    root-server - 17. Oktober 2009 um 00:27 Uhr

    Ich habe meine .EU-Domains auch zu df umgezogen, da diese 0,50 Euro billiger im Jahr sind als bei meinem alten Provider und die Domains fast alle ende des Monats auslaufen. War ein perfekter Zeitpunkt.

  • Bachsau
    Bachsau - 11. April 2016 um 13:01 Uhr

    Wirklich schlüssig ist das nicht. Um ehrlich zu sein, klingt es mehr wie die Blaupause einer Scheinargumentation, wie sie wohl jede Geschäftsfrau wählen würde, die versucht etwas zu rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen ist.

    Punkt 1: Okay, das macht als einziges Sinn. Natürlich kostet der Betrieb etwas. Dabei darf man aber auch nicht vergessen, dass der Kunde ja schon den Grundpreis des Hostingpaketes zahlt und auch wenn zusätzliche Domains in der Mischkalkulation ins Gewicht fallen, ist es einfach nicht glaubhaft, dass das den vergleichweise hohen Preis rechtfertigt, der ja in der tat nur knapp unter dem einer über DF registrierten Domain liegt. Setzt man dies ins Verhältnis zu den Einkaufspreisen welche DF an die jeweiligen Registrierungsstellen zahlen muss, wird klar: Der Gewinn aus einer externen Domain übersteigt jene aus direkt DF registrierten Domains um das bis zu vierfache! Im Vergleich dazu sind die Gewinnmargen aus Domains für einen Registrar relativ gering. Die Realität sieht also so aus, dass die Nutzer externer Domains die anderen Kunden mitfanzieren und nicht umgekehrt!

    So,
    Punkt 2: Macht überhaupt keinen Sinn, und das werde ich darum auch nicht ganz so ausführlich ausführen. In welcher Form hat man bitte mehr „Marktrelevanz“, wenn man für viele Domains als direkter Verwalter bei einer Registry eingetragen ist, wo man doch mit Domainverwaltung kaum Geld verdienen kann? Und welche Bedeutung hat es für einen Provider, viele Domains zu verwalten? Sorry aber für mich wirkt das wie ein wirtschaftlicher „Phallusersatz“, frei nach dem Motto: „Wer hat den längsten?“, denn am Ende geht es doch um Jahresumsatz, Kundenzahl und den Marktanteil im Hosting-Geschäft. Nur um mit einer möglichst großen Zahl an Domains irgendwo angeben zu können, das ist für mich keine schlüssige Preisgrundlage und sollte es auch für andere Kunden nicht sein. Ich weiß ja nicht, wer hier den „Markt gewichtet“, aber kein Kunde wird seinen Provider danach auswählen, wieviele Domains er verwaltet. Zumal Sie diese Zahl weder veröffentlichen müssen, noch dass sie sich überprüfen lässt. 6, setzen.

    Punkt 3: Teils, teils. Aber wie sie selbst gesagt haben, sind die Gewinnmargen aus Domainverwaltung doch ausgesprochen gering und rechnen sich ohnehin nur in großen Massen. Aber soweit mir bekannt ist, besteht die Geschäftsgrundlage von DF nicht in der Registrierung von Domains. Die wahre Dienstleistung liegt doch im Hostinggeschäft und im Serverbetrieb, und hier werden auch die Gewinne erwirtschaftet. Wenn der Aufwand für die Verwaltung einer TLD zu groß ist, und sich deshalb nicht mehr rechnet, spricht auch nichts dagegen, hierfür auf die Dienstleistung dritter zurückzugreifen.

    Fazit zum Fazit: Ja, es gibt legitime Gründe, Geld für externe Domains zu verlangen, aber nicht in der aktuellen Höhe. Ich finde auch nicht, dass man Domains zu dumpingpreisen anbieten muss. Und da ich meine Domains nicht nur zentral verwalten möchte, sondern auch Wert auf die professionellen Features eines echten Domain-Robots, völlig frei konfigurierbare Zonendateien, sowie ein API lege, spricht das sehr wohl gegen einen Umzug zu DF. Was einem über die Kundenmenüs von Endkundenhosten angeboten wird, kann man in der Regel nicht als professionelle Domainverwaltung bezeichnen.

  • Tom
    Tom - 26. April 2016 um 08:21 Uhr

    So einen Blödsinn hab ich ja noch nie gehört. Ehrlich gesagt ist es eine Frechheit für eine bereits vorhandene Domäne bezahlen zu müssen.

    • Nils Dornblut
      Nils Dornblut - 26. April 2016 um 08:36 Uhr

      Wir erbringen doch aber für die Domains eine entsprechende Leistung. Diese Leistung verursacht bei uns Kosten. Wir würden Sie das denn finanzieren? Soll das auf alle Kunden umgelegt werden und möchten Sie die Leistung anderer Kunden dann mitzahlen? Es fällt in dem Fall nur die Registrierungsgebühr für Domains, die wir an den Registrar bezahlen weg. Alle anderen Leistungen können genutzt werden und müssen folglich auch finanziert werden. Dies ist auch bei allen anderen Domains so kalkuliert.

    • Bachsau
      Bachsau - 26. April 2016 um 11:59 Uhr

      Ah, ein Kostenlos-Troll… diese Spezies kommt ja zunehmend häufiger vor.

  • No5251
    No5251 - 30. Juni 2016 um 17:45 Uhr

    Schließe mich Bachsau teilweise an. Zusammengerechnet würden mich
    meine Domains – von denen die meisten nur Aliase/Weiterleitungen sind,
    also keine zusätzliche Last erzeugen – rund 120 Euro pro Jahr extra kosten.

    Und 6,60 Euro jährlich für eine .de-Domain bei dF ist eben nicht günstigt.
    Das wären im meinem Fall schon fast 225 Euro pro Jahr nur für Domains –
    wenn es nur .de-Domains wären. Sind es aber nicht … also noch teuer.
    Selbst kleinere Domain-Reseller bieten .de-Domains für 2,50 bis 3,00 €
    im Jahr an.

    Wenn ich dF-Produkte mit denen anderen Anbieter vergleiche, komme ich
    meist zu dem Ergebnis, dass dF mehr Speicherplatz vergibt, sich aber auf der
    anderen Seite jedes Extra teuer bezahlen lässt.

    Wer die Zeit und das Wissen für einen Root-Server hat: JiffyBox buchen und
    dort alles OHNE weitere Kosten hosten. 😉

    • Anonymous
      Anonymous - 30. Juni 2016 um 18:08 Uhr

      2,50 bis 3 € für DE-Domains ist nicht wirtschaftlich machbar. „Kleinere Reseller“ die soetwas bieten ohne sich durch Hostingpakete zu refinanzieren werden nicht lang überlegen.

      Jiffybox dagegen ist jetzt nicht unbedingt der Preisknüller. Ich hab einen root vs bei [einem anderen Provider] und Zahl 12 €.

      • Nils Dornblut
        Nils Dornblut - 30. Juni 2016 um 18:11 Uhr

        Sie können hier natürlich gerne Ihre Meinung sagen. Wir bitten jedoch darum, keine anderen Anbieter zu nennen, da wir hier leider keine Vergleiche machen können, um Unterschiede aufzuzeigen.

        Als Reseller werden Sie sicher nicht an einer Domain viel verdienen, auch wenn Sie sich sehr sehr günstig einkaufen, das ist klar. Hier müssen Sie andere Leistungen abrechnen und Domains sind dann eher Serviceleistung. Insgeeamt denken wir, das unsere Domainpreise sich im Marktumfeld gut behaupten können und wir viele Leistungen zu den Domain anbieten, die mit diesen kombiniert werden können.

  • Thomas
    Thomas - 16. Dezember 2016 um 16:04 Uhr

    Ich finde es einfach sehr viel praktischer seine Domains bei einem zentralen Registrar zu verwalten. Gerade wenn man eine größere Anzahl von Domains sein eigen nennt, macht eine Zentralisierung Sinn. Zum einen sind hier Kostenvorteile möglich und zum anderen ist das Leistungsspektrum bei einem auf die Domainverwaltung spezialisierten Anbieter meistens größer als bei einem Hoster. Letzterer ist ja eher spezialisiert auf Rechenzentren und Serververwaltung und die Domainrobots sind dann eher stiefmütterlich entwickelt.

    Dass Domainfactory für die Einbindung 0,29 € / Monat an Gebühren nimmt, finde ich persönlich nicht schlimm. Dafür lassen sich die Domains sehr unkompliziert einbinden und man kann die Nameserver von Domainfactory dafür nutzen. Es gibt auch andere namhafte Hoster, die lassen es überhaupt nicht zu, dass eine externe Domain eingebunden werden kann. Und dann gibt es andere, die lassen es zwar zu, nehmen aber so hohe Gebühren dafür, dass es total unattraktiv ist.

    Vor diesem Hintergrund finde ich das Angebot von Domainfactory durchaus in Ordnung!