Website-Relaunch: Auf diese drei Punkte müssen Sie achten

Einen Website-Relaunch selber durchzuführen, kann erst einmal für Verunsicherung sorgen: Woran muss ich denken? Was kann schlimmstenfalls mit meiner Seite passieren? Das sind die klassischen Fragen, die man sich stellt. Doch keine Angst, mit unseren Tipps werden Sie den Website-Relaunch problemlos durchführen.

Drei Aspekte sind besonders wichtig und können auch ohne große IT-Erfahrung umgesetzt werden:

  • Ladezeit
  • Design
  • URL-Struktur

Im Artikel gehen wir auf jeden Punkt ein und zeigen Ihnen auf, worauf Sie achten müssen, damit Ihre Website nach dem Relaunch richtig durchstartet.

Ladezeit: Jede Sekunde zählt

In den letzten Jahren hat die Zahl der mobilen Zugriffe auf Webseiten stark zugenommen. Deshalb ist ein wichtiger Faktor beim Website-Relaunch die verwendete Technik. Ihre Website sollte innerhalb weniger Sekunden laden, damit Besucher nicht direkt wieder abspringen.

Folgendes sollten Sie sich genauer anschauen, um die Ladezeit möglichst gering zu gestalten:

Bilder: Bilder auf Ihrer Website können die Ladezeit stark verlangsamen. Trotzdem sollen sie natürlich hochauflösend sein und nicht verpixelt aussehen. Es gibt viele kostenlose Kompressionstools, die die Bildgröße verringern, aber die Auflösung beibehalten, bspw. tinyPNG.

Asynchrones Laden: Gerade auf Mobilgeräten zählt jedes Kilobyte weniger, wenn es ums schnelle Laden geht. Daher kann es von Vorteil sein, stetig die Website nachzuladen, während der Besucher auf der Seite herunterscrollt. Dies ist in der Regel nicht standardmäßig in einem Content Management System (CMS) eingebaut; meist gibt es Plugins, mit denen sich das lösen lässt.

Plugins: Apropos Plugins – diese können auch echte Ladezeitkiller sein. Es ist praktisch, dass bei einem CMS wie WordPress für jedes Problem die Lösung in Form eines Plugins existiert. Doch müssen zu viele Plugins geladen werden, verlangsamt dies wiederum Ihre Website. Überlegen Sie also genau, welches Plugin notwendig ist und welches gelöscht werden kann.

Design: Wiedererkennung und Nutzerführung

Bei einem Website-Relaunch möchten Sie natürlich auch das Design anpassen. Schließlich ist es ein bisschen wie das Renovieren eines Raums zu Hause: Es gibt die Möglichkeit für einen neuen Look. Doch Vorsicht! Während Sie daheim gerne das „Design“ eines Raumes komplett neu gestalten können, sollte dies bei Ihrer Website nur in Maßen geschehen. Denn die bisherigen Nutzer sind einen bestimmten Look Ihrer Website gewohnt, sodass entscheidende visuelle Elemente bei einem Relaunch erhalten bleiben sollten:

  • Logo
  • Farbraum
  • Kategorienamen

Diese drei Elemente kennen die wiederkehrenden Besucher Ihrer Webseite – hier sollte man behutsam bei Neuerungen vorgehen.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei dem Relaunch ist die Nutzerführung über die Website. Mobile First sorgt dafür, dass Sidebars nach und nach aus dem Netz verschwinden bzw. auf Mobilgeräten nicht angezeigt werden. Deshalb sollten Sie sich sorgfältig Gedanken über eine Menüführung machen, die auf Mobile und Desktop gut funktioniert. Nutzen Sie zudem Teaserkästen und Textlinks, um Nutzer komfortabel über Ihre Website zu führen.

URL-Struktur: Weiterleitung der alten Website

In den meisten Fällen wird es bei dem Relaunch Ihrer Website Anpassungen an die URL-Struktur geben. Dies kann bspw. durch den Umzug in ein neues CMS nötig sein oder weil die URL nach dem Website-Relaunch generell anders aufgebaut sein soll.

In diesem Fall ist eine Weiterleitung der alten URL auf die neue URL wichtig, damit keine Rankings verloren gehen oder Besucher eine 404-Fehlerseite angezeigt bekommen. Mittels einer sogenannten 301-Weiterleitung wird Google und anderen Suchmaschinen mitgeteilt, dass sich die URL permanent verändert hat. Warum das wichtig ist? URLs werden von Crawlern besucht, die die Adresse dann an ihre Suchmaschine zurückschicken und die URL indexieren. Falls Sie also einen Website-Relaunch durchführen, sind zunächst noch alle alten URLs im Index; klickt ein Nutzer auf der Suchergebnisseite auf den Link, landet er auf der bereits erwähnten 404-Fehlerseite.

Daher müssen Sie vor dem Website-Relaunch einmal alle URLs am besten in einer Excel-Tabelle sammeln und dokumentieren, welche alte URL auf welche neue URL weitergeleitet werden muss. Für das Weiterleiten gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Bei wenigen URLs können Sie händisch mit einem Plugin die Weiterleitungen einrichten und müssen sie nicht aus dem Backend Ihres CMS entfernen; teilweise ist die Funktion direkt eingebunden und Sie brauchen kein Plugin.
  • Über die .htaccess-Datei können Sie ebenfalls Weiterleitungen einrichten, allerdings ist dies ein bisschen schwieriger. Tipps geben wir in diesem Artikel.

Kleine Schritte für den großen Relaunch

Wie Sie sehen, ist mit den drei sehr einfachen Faktoren Ladezeit, Design sowie URL-Struktur schon fast alles Wichtige für den Website-Relaunch beisammen. Dies können Sie in der Regel selber erledigen und kommen so zu einem guten Ergebnis.

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4 Kommentare

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  • Mia Hermann
    Mia Hermann - 11. Dezember 2019 um 13:34 Uhr

    Ihr habt mit diesem Thema zum jetzigen Zeitpunkt mal wieder voll ins Schwarze getroffen.

  • SEO Agentur Elionter
    SEO Agentur Elionter - 15. Dezember 2019 um 15:30 Uhr

    Guter Beitrag mit wichtigen Punkten. Leider vergessen viele Unternehmen die 301 Redirects und wundern sich danach über das sich verschlechterte Ranking. Insofern ein sehr wichtiger Punkt, dessen Relevanz man nicht vergessen darf!

  • Leo Jonson
    Leo Jonson - 16. Dezember 2019 um 13:20 Uhr

    Sie haben alles sehr gut erklärt. Großartiger Artikel!

  • NR1Team
    NR1Team - 6. Januar 2020 um 06:24 Uhr

    Am Wichtigsten ist wirklich der Punkt mit der Ladezeit.
    Aufgrund der ganzen ressourcen- fressenden Plugins und dem prallgefüllten Webseiten Code bei einem CMS, sind wir nun auch davon weg. Selber entwickeln dauert zwar länger und benötigt mehr Erfahrung, allerdings lohnt sich diese Extrameile.