Die wichtigsten Design-Grundlagen für Ihre Webseite

Webdesign entwickelt sich ständig weiter. Immer neue Styles sollen die Geschichte der Webseite und den Content noch besser präsentieren und auch die Darstellung auf den verschiedenen Endgeräten wird stetig verbessert. Nicht jedem Trend kann man folgen, sei es aus Zeit- oder Budgetgründen, oder weil man nicht über das technische Knowhow verfügt. Das ist aber auch gar nicht nötig, solange die Webseite die wichtigsten Grundlagen erfüllt, die wir in diesem Artikel für Sie zusammengetragen haben. Wir sehen uns einige wichtige Elemente an, die auf Ihrer Webseite unbedingt stimmen sollten – von einer klaren Navigation und starken Call-to-Actions bis hin zur Auswahl des richtigen Farbschemas, die zusammen das Gesamtbild ihres Auftritts bestimmen.

Einfache Navigation

Gestalten und positionieren Sie Ihre Navigation gut sichtbar und heben Sie besonders wichtige Punkte hervor. Bieten Sie auf Ihrer Webseite z.B. Gästezimmer an, stellen Sie den Menüpunkt zur Buchung besonders heraus, gibt es einen Login-Bereich, betonen Sie diesen.

Denken Sie bei der Erstellung Ihrer Navigation an die Erwartungen der Nutzer: Sie wollen wissen, wo auf der Seite sie sich gerade befinden und wo es weitere Informationen und Möglichkeiten gibt. Je leichter Sie es den Besuchern machen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie bleiben.

Farbschema

Das Farbschema Ihrer Webseite sollte mit der Farbpalette Ihres Unternehmens übereinstimmen.

Wählen Sie ein einfaches Farbkonzept und behalten Sie es bei jeder Unterseite bei. Oftmals werden bei Webseiten, die nicht von professionellen Designern gestaltet sind, Farben sehr willkürlich eingesetzt. Achten Sie darauf, dass die Farbwahl und –Verwendung Ihre Webseite eine klare Struktur hat.

Hier finden Sie Hilfe zur Erstellung einer Farbpalette: Paletton, Adobe Colour CC und COLOURlovers

Einmalige Bilder

Bilder sprechen die meisten Leute auf einer Webseite mehr an als (viel) Text. Aber keine langweiligen Stockfotos. Verwenden Sie einmalige Bilder, die Ihre Produkte, Ihr Team oder was auch immer Sie zeigen möchten, ganz besonders darstellen.

Vielleicht können Sie selbst Bilder erstellen oder jemand mit beauftragen.

Es gibt alternativ aber auch gute Stockfotos, selbst wenn Ihr Budget nicht groß ist. Entscheiden Sie sich für den Kauf von Bildern, nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl und verwenden Sie nur Bilder, die richtig gut passen.

Und denken Sie daran, Ihre Bilder auch für Suchmaschinen zu optimieren. Viele Nutzer verwenden die Bildersuche und kommen so auf Ihre Seite, zusätzlich wird Ihr Ranking auch positiv dadurch beeinflusst. Mehr zur Bilderoptimierung für Suchmaschinen finden Sie in diesem Artikel:

Besser in der Bildersuche: Bilder für Suchmaschinen optimieren

Aussagekräftige Call-to-Action

Jede Ihrer Seiten sollte eine Einladung zu einer Aktion sein – zum Beispiel, um mehr Informationen zu erhalten, etwas zu kaufen oder um sich für einen Newsletter anzumelden. Damit Ihre Besucher wissen, was sie als nächstes machen sollen und welche Möglichkeiten sie haben, gestalten Sie Ihre Call-to-Action (Handlungsaufforderung über einen Button) offensichtlich und sehr gut sichtbar.
Sie können dem Button z.B. eine auffällige Größe geben oder mit einer Kontrastfarbe hervorheben, sodass es unmöglich ist, ihn zu übersehen.
Die Beschriftung sollte den Sinn des Buttons ganz genau auf den Punkt bringen und idealerweise den Wunsch des Besuchers wecken, darauf zu klicken: „Mehr erfahren“, „Kostenlos testen“, „Jetzt testen“.

Über Sie

Oft möchten Interessenten mehr über ein Unternehmen erfahren, bevor sie sich für eine Bestellung entscheiden. Erstellen Sie daher eine Seite, auf der Sie sich vorstellen und nennen Sie überzeugende Gründe für Ihr Unternehmen. Haben Sie Auszeichnungen? Kundenbewertungen? Präsentieren Sie sie.

Zeigen Sie, dass hinter der Webseite ein seriöses Unternehmen steht, in dem echte Menschen arbeiten. So seltsam letzteres vielleicht klingen mag – all diese Informationen sind enorm wichtig, um das Vertrauen Ihrer Besucher zu gewinnen.

Kontaktinformationen

Bieten Sie eine einfache Kontaktmöglichkeit, ohne dass Ihre Besucher danach suchen müssen – denn die meisten werden das nicht. Wer eine Frage hat und nicht direkt einen Weg findet, sie zu stellen, wird Ihre Seite höchstwahrscheinlich wieder verlassen.

Nennen Sie Ihre Telefonnummer und E-Mailadresse für Anfragen oder bieten Sie ein Kontaktformular.

Social Media

Verlinken Sie (z.B. im Footer-Bereich Ihrer Webseite) auf Ihre Social Media Seiten. Damit werden den Benutzern nicht nur weitere Informationen über das Unternehmen geboten, es steigert auch Ihre Vertrauenswürdigkeit durch Ihre öffentliche Interaktion mit Nutzern der Plattform.

Wenn Sie online wachsen möchten, ist die Erstellung und Pflege einer Social-Media-Präsenz ein Muss. Mit Hilfe von sozialen Netzen wie Twitter, Facebook und Instagram können Sie direkt mit Ihren Kunden kommunizieren, nützliche und interessante Inhalte für Ihre Fans teilen und die Besucherzahlen Ihrer Webseite steigern.

Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie anfangen sollen, finden Sie hier einige Tipps zum Start in den sozialen Netzen:

Social Media für Unternehmen – Eine Anleitung für SoMe-Anfänger

 

Mobiloptimierung

Fast jeder hat ein Smartphone oder ein Tablet und surft damit im Internet. Und auch Google priorisiert mobiloptimierte Seiten für Suchanfragen über Mobilgeräte. Ihre Webseite sollte also unbedingt mobiloptimiert (responsiv) sein, da Sie sonst Besucher verlieren und in der Suchmaschine schlechter platziert werden.

Die meisten Tools zur Webseitenerstellung und Designvorlagen bieten inzwischen mobiloptimierte Seiten an. Mit einer modernen Software sollte das also kein Problem sein. Um schnell zu testen, ob Ihre Webseite mobiloptimiert ist, hilft bei den meisten Seiten ein einfacher Trick: Ziehen Sie Ihr Browserfenster einfach etwa in die Form eines Tablet- oder Smartphone-Displays, die meisten Seiten passen sich dann automatisch an.

www.df.eu im Browser, responsive Darstellung

Darstellung von www.df.eu im Google Chrome

Oder Sie rufen die Seite einfach auf Ihrem Smartphone oder Tablet auf und prüfen dort, ob alles richtig angepasst ist.

Flexibles Webhosting

Besucher möchten nicht lange warten, bis eine Seite lädt; und die Grundlage einer schnellen Webseite ist ein schneller Server.

Insbesondere, wenn Ihr Unternehmen wächst und die Besucherzahlen steigen, sollte das die Performance nicht beeinträchtigen. Suchen Sie sich daher einen Webhoster, bei dem Sie wachsen können und bei dem Tarifwechsel problemlos möglich sind.

Das Hosting-Paket, das Sie wählen, hat einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit Ihrer Webseite. Nehmen Sie sich also die Zeit, sorgfältig zu recherchieren und entscheiden Sie sich für ein Webhosting-Unternehmen, das zuverlässig ist, eine hohe Erreichbarkeit bietet und bei Fragen immer bereit ist, zu helfen.

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Erstellung einer Webseite finden Sie hier:

Eine eigene Webseite erstellen – Schritt für Schritt

Optimierungen

Eine gute Seite sieht nicht nur schön aus, sondern funktioniert auch einwandfrei. Defekte Links zum Beispiel können die Reputation Ihrer Website beschädigen und Sie letztendendes Besucher kosten.

Achten Sie also immer darauf, dass Ihre Seite richtig läuft und dass die Besucher keine Fehlermeldungen erhalten – am besten führen Sie regelmäßig Routineprüfungen durch.

Fazit

Die meisten Punkte sind einfach umsetzbar und wirken teilweise vielleicht sogar selbstverständlich. Und doch werden diese Grundlagen leider oft übersehen, können aber den großen Unterschied machen zwischen einer erfolgreichen und einer wenig gut besuchten Webseite.

Anna Philipp

Über den Autor

Anna Philipp

Anna arbeitet seit 2006 bei DomainFactory. Als Social Media und Content Manager vertritt sie DF in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Googleplus und natürlich im DF-Blog). In ihrer Freizeit findet man Anna - sofern sie mal nicht online ist - höchstwahrscheinlich zwischen Rührschüsseln und Schneebesen am Backofen.

5 Kommentare


  • Alto Kirchhoff
    Alto Kirchhoff - 26. Januar 2017 um 15:55

    Die wichtigste Grundlage ist Design für eine Webseite, wenn Sie keine universitäre Ausbildung im Design haben, lassen Sie die Finger von der Gestaltung. Sie verhaspeln sich in Modernismen, oder kupfern irgendetwas ab, aber auf keinen Fall schaffen Sie es für Ihren Kunden eine für Ihn eigene Side zu gestalten, die anschließend den Markenkern auch für Klassik, Dialog, Messe und POS beinhaltet.
    Der Schaden und deren langjährigen Folgen können das Vielfache Ihrer Marge sein.

    • Alexander
      Alexander - 26. Januar 2017 um 19:59

      Ich glaube nicht dass eine universitäre Ausbildung im Design notwendig ist um eine Ansehnliche Webseite zu gestalten. Das ist Gedankengut aus dem Jahre 19xx.

      • Mike
        Mike - 27. Januar 2017 um 08:48

        Dieser Glaube ist reine Hoffnung für viele viele Möchtegern-Webdesigner. Das Tätigkeitsbild hat sich zwar seit 19xx sehr verändert aber mitnichten so, als das die Aufgaben und das nötige Wissen weniger geworden wären. Nur weil es jetzt mehr und güstigere Templates und Stockbilder gibt, meint jeder er könne eine „Unternehmensseite“ (darauf bezog sich Herr Kirchhoff) gestalten und / oder coden. Dabei patzen die meisten dann schon bei der Farbharmonie 😉 Gerade in Zeiten, in denen sich viele Seiten auf eine gute Typografie reduzieren lassen wollen, ist eine gute Wissens- und Erfahrungsbasis wichtig.

  • Hoarsen Spells
    Hoarsen Spells - 27. Januar 2017 um 10:22

    Auch ich halte akademische Vorinformation für nicht nötig, die ersetzt nämlich weder den Sinn für Ästhetik (der für Neues und Ungewöhnliches zumindest offen sein sollte), noch den für Erwartungen und Perspektiven möglicher sowie wahrscheinlicher Zielgruppen.

    Viel wichtiger ist, sich in die hineindenken zu können. Da sind teils fundamentale Denkfehler verbreitet. In diesem Sinn finde ich die Hinweise von Anna Philipp, wie leicht UserInnen eine Website (schweigend, mit verlorenem Interesse) wieder verlassen, sehr wichtig. Allzu oft ist nämlich mir, wenn ich von Admins o. ä. Infos zu fehlenden bzw. schwer auffindbaren Selbstverständlichkeiten erhalten wollte, geantwortet worden: „Aha? Also, danach hat uns noch niemand gefragt.“ Kunststück, weil die meisten eben schweigend weg klicken und schwer erfahrbare Antworten gar nicht mehr – oder woanders – suchen. Beispiel aus der schwindenden Welt des Auslagenbummels. Wer geht da schon in ein Geschäft, um mitzuteilen: „Wissen Sie, diese Schuhe dort, die gefielen mir, wenn sie (beliebiges Detail) … und übrigens: haben sie die nicht auch in (gängige Farbe)?“ Kaum, sind doch Auslagen der Konkurrenz nur ein paar Schritte entfernt.

    Am wesentlichsten und wertvollsten aber ist immer, wo jemand mit anderen Menschen zu tun hat, Feedback. Gerade da, wo gern schweigend und bequem woanders hin weiter geklickt wird, muss die Chance, eine Rückmeldung zu schicken, besonders einladend sein. Das heißt aber auch, dass Antworten und die Kapazitäten dazu passen müssen. Denn der folgende Erhalt von Textbausteinen ist ebenso wenig spannend, wie lange Wartezeiten oder gar keine Reaktion enttäuschen. Günstig sind daher konkrete Hinweise auf bereits online vorhandene Antworten und eine nutzerInnenfreundliche Kontaktformular-Struktur, die unaufdringlich gestaltet Bewertungen (mehrstufig) per Klick und mögliche Fragebereiche so anbietet, dass die einen mit dieser Übermittlung ihrer Meinung schon zufrieden sind und sich die anderen möglichst zur gezielten Formulierung von offenen Punkten oder Kritik veranlasst fühlen. Die Erwartung individueller Antworten sollte leicht erfüllbar sein – andernfalls ist ein entsprechender Hinweis mit dem Ersuchen um Verständnis angebracht.

    Ergeben die Rückmeldungen (und realistische Annahmen bezüglich stiller innerer Reaktionen der meisten, die sich gar nicht melden) kein informatives Bild, was beibehalten und was wie geändert werden sollte, hilft nur, Menschen aus dem persönlichen Umfeld zu fragen (und bei eigenen Folgerungen die Unterschiede zwischen denen und den Zielgruppen der Online-Präsenz zu beachten).

    • Hoarsen Spells
      Hoarsen Spells - 27. Januar 2017 um 10:31

      Anregung für hier: gerade habe ich meinen Kommentar abgeschickt und dabei vergessen, die Benachrichtigung über nachfolgende Postings zu aktivieren. Nachträglich geht das nicht, außer, mensch sondert – wie ich jetzt – abermals ein paar Worte ab.

      Daher ersuche ich die Admins, die nachträgliche Benachrichtigungs-Wahl zu ermöglichen.

      Und ergänze meinen vorigen Kommentar um die Anmerkung, dass Feedback unerlässlich ist, aber nur dann seinen Sinn erhält, wenn es auch Folgen hat. Wie meine Bitte an die Admins. 😉