Eine Floßfahrt die ist lustig…

…eine Floßfahrt die ist schön. So oder so ähnlich konnte es am vergangenen Dienstag der Großteil unserer Entwicklungsabteilung im Zuge eines Teamevents am eigenen Leib erfahren. Zwar konnten leider nicht alle Kollegen daran teilnehmen, diese vertraten uns dafür würdig in der Firma.

Abfahrt war um 9.10 Uhr am Münchner Hauptbahnhof in Richtung Lenggries im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Nach einer gemütlichen Fahrt in der bayerischen Oberlandbahn (BOB) und einem kurzen Weg zu Fuß ging es um 11 Uhr schließlich an der ‚Base‘ des Veranstalters „MONTEVIA“ (www.montevia.de) los mit der Vorstellung des Tagesprogramms.

Flöße bauen

Direkt im Anschluss folgte ein kurzer Fußmarsch in Richtung Isar, natürlich nicht ohne bereits körperlich aktiv zu werden durch das Ausladen und transportieren der Materialien für den Floßbau (Schwimmkörper, Holzbretter und Seile). Auf einer Kiesbank angekommen und der schockierenden Nachricht, dass die Flöße einem Abschlusscheck auf Stabilität unterzogen werden und bei einem Bersten eines der Flöße die Materialien auch selbst noch aus dem Wasser zu fischen sind, war der Kampfgeist geweckt, möglichst auch stabile Gefährte zu bauen.

[ironic] Ausgestattet mit umfassendem Wissen über Flöße und Knotentechniken [/ironic] wurden zwei Teams mit einmal 4 und einmal 5 Personen und das Material aufgeteilt. Der Kampfgeist zeigte sich direkt darin, dass es sich eher um eine Plünderung der meisten Schwimmkörper durch das erste Team handelte, was jedoch umgehend durch das Beschlagnehmen der größten Bretter seitens Team 2 geahndet wurde :D.

Trotz mehrere Anläufe für die beste Verknotungstechnik und Blasen an den Händen durch eben diese fiel kaum Schweiß und auch an begleitenden Kraftausdrücken wurde während der Entwicklungs- äh Bauphase gespart, so dass nach gut anderthalb Stunden Bauzeit die beiden Gebilde fertig waren. Die Kreativität der sog. „Flöße“ wurde nur noch durch die „freundlichen“ Worte unseres Guides während der Abnahme übertroffen. Selbstbewusst und voller Siegesdrang ging es dann zunächst noch einmal zurück zur ‚Base‘.

Dort hieß es dann kurz im Geiste Kraft tanken, Neoprenanzüge, Schwimmwesten und Helme anlegen und die Waffen (=Stechpaddel) aufnehmen. Wieder an der Kiesbank angekommen erhielten wir eine kurze Sicherheitseinweisung im Falle von Über-Board-Gängen und zur richtigen Paddeltechnik und trugen schließlich beide Flöße ins Wasser.

Es wird nass

Mit etwa 15°C war das Wasser zwar nicht unbedingt angenehm aber durchaus auszuhalten, denn eigentlich wollten wir ja auch an Board bleiben und den Kontakt zum kühlen Nass möglichst vermeiden. Dies gelang uns allerdings nur wenige Meter, bis die ersten begannen sich gegenseitig mit den Paddeln Wasser zu zuspritzen.

Das Teamevent und der Kampf gegen das Wasser, herannahende Äste, Steine und Kiesbänke wurde auch immer mehr zum Kampf gegeneinander. So gab es mehrfach Überholungen der beiden Flöße und die gewählten Kampfschreie „Get Down“ sowie „Bazinga“ wurden aus voller Brust gegenseitig gerufen. Mehrmals mussten Crewmitglieder aus dem Wasser geborgen werden und auch die Flöße mussten so einiges aushalten.

 

Insgesamt verlief die Fahrt über 6km in der Isar jedoch besser als insgeheim gedacht und die Teams waren ausgeglichen. Natürlich ließen wir und die Kollegen zu keiner Zeit offensichtliche Zweifel über die Tragfähigkeit der Flöße zu und beide Gebilde blieben bis zum Schluss intakt und hätten eine weitere Runde mit Sicherheit ausgehalten.
Das anschließende Zerlegen am Ausstiegspunkt war in nicht mal 15 Minuten erledigt und mit dem Taxi ging es dann zurück zur ‚Base‘. Nach einer kurzen Dusche und anschließendem umziehen konnte der letzte offizielle Teil des Events nach dem Aufbau und der Fahrt beginnen: das Barbecue!

Die Stärkung danach

Grillkäse, Fleisch, Würstl, Salate, diverse Dips etc.pp. wurden nach den Strapazen des Tages mit Genuss verzehrt und die Kollegen verbrachten den späten Nachmittag in geselliger Runde deutlich ruhiger und entspannter als noch zuvor an Board bis es schließlich mit der BOB um 17.50 Uhr zurück nach München ging.

Am Mittwoch fehlte trotz der schweren Verletzungen durch Blasen an den Fingern – diese störten jedoch beim Programmieren kaum – , Schürfwunden an Knien, Schmerzen in den Oberschenkeln etc. übrigens keiner 😉

Unser Fazit fällt durchweg positiv aus und wir bedanken uns bei allen an der Planung des Events beteiligten Kolleginnen und Kollegen und unseren Vorgesetzten für dieses tolle Event.

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Dietmar

Über den Autor

Dietmar

Dietmar ist seit 2005 bei domainFACTORY in wechselnden Aufgabenbereichen tätig. Seit 2013 unterstützt er als "Spezialist Qualitätssicherung Web" die Kollegen in der Entwicklungsabteilung bei allen Themen rund um Quality Assurance / Testing. Dabei kommt ihm die jahrelange Erfahrung im direkten und indirekten Kundensupport und der Begleitung bei der Einführung unseres ResellerProfessional-Systems zu Gute. Auch für viele Kollegen ist er bei Fragen dazu oder sehr alten Tarif-Konstellationen noch immer gerne eine Anlaufstelle.

3 Kommentare

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  • Flößlebauer
    Flößlebauer - 23. August 2013 um 10:27 Uhr

    Gratuliere! sieht nach einer gelungen Aktion aus.

  • phil
    phil - 28. August 2013 um 16:43 Uhr

    jedesmal wenn ich diesen blog öffne und wieder über so ein soziales event berichtet wird, bin ich unglaublich froh dass mich mein eigener arbeitgeber nicht dazu „motiviert“ so einen schwachsinn mitzumachen… teamarbeit geht nämlich auch ohne dass man vorher wie affen an der kletterwand hängt oder gocart fährt…

  • Michael
    Michael - 29. August 2013 um 07:48 Uhr

    @phil: Ich war bei einem „gezwungener Firmenevent“ schon Sandburgen bauen und in Teams komische Aufgaben lösen, draußen u. a. Kistenklettern und über ein großes Spinnennetz steigen uvm.
    Ich bin neidisch wenn du das nicht zugemutet bekommst.

    Wenn es was freiwilliges ist wie „Wer Lust hat, kann zum Grillen kommen“ ist es ja noch in Ordnung. Aber so ne Pflichtveranstaltung 🙁