„Ich streike jetzt, viel Spaß beim warten.“

Durchsage eines S-Bahn Zugführers zum heutigen Streikbeginn, die einer unserer Mitarbeiter als Betroffener „live“ miterleben durfte, als der Zug außerplanmäßig die Fahrt beendet hat:

„Wir haben es jetzt 8:30 Uhr und ich streike. Der Streik geht bis 11:30 Uhr. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim warten.
(Quelle: M.R.)

Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt der ideale Weg, um bei den betroffenen Fahrgästen für ein wenig Verständnis mit den durch den Streik verbundenen Unannehmlichkeiten zu werben…

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

11 Kommentare

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  • brandus
    brandus - 4. März 2011 um 09:04 Uhr

    Geeignet nicht, aber für einen nicht betroffenen lustig.

  • Gerald
    Gerald - 4. März 2011 um 09:13 Uhr

    Ich könnte u.a. sagen. Es ist jetzt 10:30 Uhr und ich streike. Viel Spaß beim Hungern! 🙂 Der letzte Satz ist wirklich völlig fehl am Platz. Nicht die Kunden der Bahn können was zur Tarifpolitik, sondern die Führung der DB.
    Vielleicht darf er sich aufgrund einer Vorschrift nicht entschuldigen 😉 (Die Bahn macht keine Fehler)

  • Christoph
    Christoph - 4. März 2011 um 09:15 Uhr

    Hoffentlich werden die Server und vor allem die Mitarbeiter gut bezahlt, damit nicht statt den Webseiten „Bitte warten!“-Meldungen kommen 🙂

  • Sepp
    Sepp - 4. März 2011 um 09:18 Uhr

    Ich habe für Streiks allgemein wenig bis gar kein Verständnis.

  • Anna
    Anna - 4. März 2011 um 10:09 Uhr

    Diese Streiks sind wirklich unmöglich! Und sich dann auch noch über die Fahrgäste lustig zu machen, ist einfach nur unverschämt!
    „Wenn mein Arbeitgeber nicht tut, was ich möchte, streike ich“ erinnert auch irgendwie an „Wenn Mami mir die Schokolade nicht kauft, bleib‘ ich stehen und schrei‘ so laut ich kann!“

  • Sepp
    Sepp - 4. März 2011 um 10:22 Uhr

    @Anna:
    So sehe ich das auch. Es gibt durchaus andere Mittel und Wege. Und dass alle Arbeitgeber per „böse“ sind und nur „ausbeuten“ gehört meiner Meinung nach auch eher in das Reich der Sagen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, bei den Lokführern ist dies aber eher nicht der Fall. Also, hab ich kein Verständnis für ein solches Verhalten.

  • Florian
    Florian - 4. März 2011 um 12:01 Uhr

    Der letzte Satz des Lokführers war unnötig. Streiks an sich sich ok und gerechtfertigt, sofern Streik und Forderung im Verhältnis zueinander stehen. Wie soll man als „kleiner“ Mitarbeiter ansonsten Ansprüche geltend machen ? Der aktuelle Streik ist doch verständlich zielt er doch im speziellen auf die Privatbahnen ab. Warum verdient ein Lokführer bei einer Privatbahn weniger als ein Lokführer bei der Bahn. Die machen den gleichen Job?!?!

  • Christoph
    Christoph - 4. März 2011 um 12:42 Uhr

    Ich denke, was Streiks angeht sind wir in Deutschland doch wirklich noch auf der angenehmen Seite. Schaut mal rüber nach Italien oder Frankreich..
    Und gegen gewisse Unternehmen hilft nur der Streik, schließlich erlaubt die Wirtschaftslage laut deren Managern doch fast nie höhere Ausgaben im Lohnbereich.

    Interessant ist in dem Zuge auch ein Zitat unseres geliebten Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit, der es toll findet, dass die Mieten steigen, denn schließlich steigen doch auch die Löhne. Nur den eigenen Angestellten gesteht er eine Lohnerhöhung nicht zu.

    Übrigens wachsen in Deutschland die Löhne im Vergleich zum restlichen Europa in extrem niedrigeren Maße. Wirtschaftsaufschwünge kommen doch regelmäßig nicht beim Mitarbeiter an.

    Aber seine interessen kann man ja auch mit anderen Mitteln durchsetzen, genau.. Sorry, aber das ist wirklich das erste Mal, dass ich jemandem Naivität vorwerfen muss, sonst bin ich es eigentlich immer dem sowas vorgeworfen wird.
    Nicht jeder hat einen Chef, der einsieht, dass die Mitarbeiter auch von steigenden Gewinnen profitieren sollten.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 4. März 2011 um 21:57 Uhr

    Was ich nicht verstehe: Wenn der Streik doch angekündigt ist, was erwartet denn dann ein Fahrgast der trotzdem mit der Bahn fährt? Das er dann nicht oder nicht pünktlich ankommt ist doch logisch.

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 5. März 2011 um 12:56 Uhr

    Streiks waren zwar angekündigt, aber der Ort und die Zeit nicht. Proaktiv hier also hier grundsätzlich auf den MVV zu verzichten und sich das sonstige Verkehrschaos anzutun ist auch nicht unbedingt zielführend 😉

  • Rainer.D
    Rainer.D - 5. März 2011 um 18:31 Uhr

    Da hat wohl jeder seine eigene Strategie. Bei Streikankündigungen würde ich mir durchaus pro aktiv das sonstige Verkehrschaos antun. 🙂 Zumal es ja auch so ist das auch bei punktuellen Streiks der ÖPNV schnell zum erliegen kommt, auch auf eigentlich nicht bestreikten Strecken.