Schade um die schönen Festplatten…

Auch wenn es oftmals ein wenig schade darum ist: Der Verkauf oder eine anderweitige Nutzung von bereits in Servern eingesetzten Festplatten ist aufgrund der enthaltenen Kundendaten für uns keine Option, da wir uns auf die 100%ige Funktionsfähigkeit der handelsüblichen Löschtools nicht verlassen möchten. Ein Restrisiko von verbleibenden Datenfragmenten möchten wir jedenfalls nicht eingehen und ist ja leider u.U. gegeben.

Die Platten gehen daher stets nur einen einzigen letzten Weg. Und der führt direkt in einen riesigen Shredder. Die gesamte Prozedur wird dabei auch in Form eines Videobeweises dokumentiert. Hier einige Screenshots daraus, immerhin sieht man so etwas ja auch nicht alle Tage:

Natürlich sind diese Festplatten nicht alle defekt, nur weil wir sie aus z.B. vorsorglichen Gründen nicht mehr für den intensiven und belastenden Serverbetrieb einsetzen möchten. Auf den verbleibenden Materialwert verzichten wir jedoch gerne bzw. investieren Geld in die professionelle Vernichtung, wenn wir dafür sicher sein können, dass die ehemals gespeicherten Daten unwiderbringlich zerstört worden sind. Und nur noch in Form von Metallspänen vorliegen.

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

13 Kommentare

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  • Michael
    Michael - 28. Juli 2011 um 09:59 Uhr

    Welchen Plattenhersteller nutzt ihr denn? Oder habt ihr nicht einen bevorzugten Hersteller?

    Gehört der Plattenschredder zum Inventar oder lasst ihr hierfür eine Firma kommen?

  • Rainer.D
    Rainer.D - 28. Juli 2011 um 10:00 Uhr

    Es kommt also durchaus das Löschtool zum Einsatz und dann werden die Festplatten ge-schreddert?

    Sonst könnte ja ein Schredder-Mitarbeiter mal eine mitnehmen, das fällt auf dem Video-Beweis dann nicht auf. Wobei: Wenn die Löschtools wirklich nicht zuverlässig löschen wären dann die Daten dann doch in falschen Händen …

    Es muss also unbedingt ein DF-Mitarbeiter die Vernichtung begleiten und dokumentieren, wenn die Kette wasserdicht sein soll, anders geht es nicht. Oder man speichert alles verschlüsselt. 🙂

  • Oliver
    Oliver - 28. Juli 2011 um 10:11 Uhr

    [X] Bitte Video hochladen – vielleicht die entscheidenden 30s?! 🙂

  • Stephan M.
    Stephan M. - 28. Juli 2011 um 10:27 Uhr

    ich halte die Entscheidung für absolut richtig! (Auch wenn mein Informatikerherz dabei blutet 🙁 ).

  • Christoph
    Christoph - 28. Juli 2011 um 14:56 Uhr

    Der Plattenhersteller würde mich auch interessieren 🙂

  • Sepp
    Sepp - 28. Juli 2011 um 15:44 Uhr

    Ich rate mal, Seagate oder Western Digital…

  • Ludwig
    Ludwig - 28. Juli 2011 um 16:05 Uhr

    Gut für die Sicherheit. Nicht so für die Nachhaltigkeit.

  • Sara
    Sara - 28. Juli 2011 um 16:16 Uhr

    Hallo zusammen,

    bei der Wahl des Festplattenherstellers sind wir frei, gehen aber im Hinblick auf einen Modell- oder gar Herstellerwechsel keine Risiken ein und würden unsere diesbezügliche Vorgehensweise als – im Interesse der Zuverlässigkeit eher „konservativ“ bezeichnen („lieber zuverlässiger als eine ganz neu angebotene Modellreihe ohne große Erfahrungswerte“).

    Die Vernichtung der Festplatten erfolgt bei einer externen Firma und werden dort unter Aufsicht verplombt und später im Anwesenheit mehrerer Mitarbeiter der Firma und mit Erstellung des Videobeweises vernichtet. Zudem erhalten wir eine schriftliche Bestätigung.

    Ludwig: Wir glauben, dass im Bereich der sehr sensiblen Kundendaten hier definitiv der Aspekt „Sicherheit“ gegenüber einer eventuellen Wiederverwertung ganz stark überwiegt. Immerhin können Löschtools eben zu unvollständig vernichteten Daten führen und alleine ein wenn auch kleines Restrisiko reicht für uns aus, um von vorne herein die vollständige, physische Vernichtung vornehmen zu lassen. Alles Andere wäre zu kurz gedacht.

    Zumal in einem Server intensiv belastete Festplatten sowieso nur eine begrenzte Lebensdauer haben in der Praxis und daher der Vernichtungsprozess bzw. die Entsorgung so oder so notwendig geworden wäre. Während dies in unserem Fall in einem kontrollierten Rahmen erfolgt, wäre dies nach einem Weiterverkauf der Platten bei der späteren Entsorgung keineswegs sichergestellt. Viele nicht mehr genutzte Platten landen vermutlich am Ende im Hausmüll oder „sonstwo“, was schlechter wäre als die saubere Entsorgung durch eine Spezialfirma.

  • mar-e
    mar-e - 28. Juli 2011 um 18:14 Uhr

    Was kostet eigentlich Festplatten-Voll-Verschlüsselung auf einem modernen Server (Performanceeinbußen, Strommehrverbrauch)? Ist das schon im Bereich „völlig vernachlässigbar“ angekommen oder noch spürbar? Hat df damit Erfahrungen?

  • Sepp
    Sepp - 28. Juli 2011 um 18:17 Uhr

    @Sara
    Wie lange laufen bei Euch die HDDs im Schnitt bis sie ausgetauscht werden? Meine Erfahrung ist bei meinen Kunden und auch bei uns Inhouse, dass die Anfälligkeit der Dinger ab einem Dauereinsatz von 2 bis 3 Jahren extrem zu nimmt. Vorher sind Ausfälle sehr selten, aber so ab 2 bis 3 jahren habe ich schon einige Platten erlebt, die die Grätsche gemacht haben.

  • Gerald
    Gerald - 28. Juli 2011 um 19:18 Uhr

    Ihr macht es richtig. So würde ich es auch machen, bzw. mache es ähnlich. Ich habe zwar kein Geld für solch einen Riesenshredder, aber bei meiner Menge kann ich von Hand die Platte heraustrennen und in einen kleineren Shredder tun.
    Eigentlich sind beim Shreddern der gesamten Platte (mit Gehäuse) noch Wertstoffe enthalten (Gold von der Platine, etc.). Ab einer gewissen Menge würde sich das schon rentieren das zu veräußern. Heutzutage ist es möglich das zu recyclen. (Gibt da Spezialfirmen). Ich nehme an daß die Entsorgungs/Shredderfirma genau das nutzt. Ich kenne natürlich nicht die einzelen Zahlen und weiß nicht ob es sich für euch rendiert die Firma nur zum shreddern kommen zu lassen..und den Rest dann an die Recycling-Firma verkauft.

  • Stephan M.
    Stephan M. - 28. Juli 2011 um 22:02 Uhr

    @mar-e: Softwarelösungen sind schon deutlich zu spüren (hängt aber ganz auch von der Beanspruchung der CPU ab). Inzwischen gibt es aber seit einigen Jahren auch Festplatten mit integriertem AES-Chip. Dann stellt sich aber wieder die Frage nach geeigneten Controllern, der Schlüsselverwaltung etc.

    … und zum Schluss würde man die Festplatten aus Sicherheitsgründen sowieso vernichten. Wem Löschprogramme nicht ausreichen, der wird auch bei einer Festplattenverschlüsselung eben auf Nummer sicher gehen wollen 😉